Finanzartikel mit Schlagwort: ‘verpachtung’

Betriebsunterbrechung oder Verpachtung

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Durch den Wegfall der personellen und/oder der sachlichen Verflechtung bei der Betriebsaufspaltung wird – oftmals unbeabsichtigt – eine Betriebsaufgabe beim Besitzunternehmen ausgelöst. In einer Pressemitteilung des Steuerberaterverbands Niedersachsen-Anhalt wird zur Thematik der Betriebsunterbrechung oder -verpachtung und der Verhinderung von ungewollter Aufdeckung stiller Reserven in einer Betriebsaufspaltung näher eingegangen. U.a. wird aufgeführt, dass bei Einstellung einer werbenden gewerblichen Tätigkeit durch einen Unternehmer nicht zwingend eine Betriebsaufgabe vorliege. Diese Einstellung könnte auch nur als Betriebsunterbrechung zu beurteilen sein, die den Fortbestand des Unternehmens unberührt lässt. Die für die Einstellung der werbenden Tätigkeit durch einen Unternehmer geltenden Grundsätze sind bei der Beendigung einer Betriebsaufspaltung gleichermaßen anzuwenden und zu beachten.
 

Schuldzinsen bei Vermietung und Verpachtung

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Nach der aktualisierten Rechtsauffassung des BFH können Schuldzinsen auch dann noch berücksichtigt werden, wenn das Vermietungsobjekt nicht mehr vorhanden ist (nachträgliche Schuldzinsen als Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung). In einem weiteren Urteil wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Vermietungsabsicht bis zum Verkauf des Objektes bestanden haben muss. Ist es wie im Urteilsfall offensichtlich, dass die Vermietungsabsicht aufgegeben war, können keine Werbungskosten mehr ab diesem Zeitpunkt zum Ansatz kommen. Der Kläger hatte wegen mangelnder Rentabilität die Vermietung der Ferienwohnungen aufgegeben und gleichzeitig den Verkauf des Gesamtobjektes angestrebt.
 

Ortsübliche Miete bei verbilligter Überlassung

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Der volle Werbungskostenabzug wird nur dann von der Finanzverwaltung anerkannt, wenn grundsätzlich die Miete mindestens 75 % der ortsüblichen Miete beträgt. Die Finanzverwaltung hat jetzt klargestellt, dass hierbei auch der unterste Wert innerhalb einer Mietpreisspanne gewählt werden kann. Insoweit wird das Urteil des Bundesfinanzhofs zur Überlassung einer Wohnung an einen Arbeitnehmer auf die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung übertragen (Urteil vom 17.08.2005, siehe OFD Rheinland vom 17.12.2007). Die Ermittlung der ortsüblichen Miete muss möglichst anhand geschaffter Vergleichszahlen von vor-Ort-Mieten durchgeführt werden.