Finanzartikel mit Schlagwort: ‘Umsatzgrenze’

Privatnutzung beim Kleinunternehmer

Geschrieben von Redaktion am in Umsatzsteuer - Vorschriften

Unternehmer, die bestimmte Umsatzgrenzen nicht überschreiten, sind Kleinunternehmer nach § 19 UStG. Es muss weder Umsatzsteuer abgeführt werden noch besteht die Berechtigung, Vorsteuern in Ansatz zu bringen. Hierbei wird der maßgebliche Umsatz nach vereinnahmten Entgelten bemessen; gekürzt werden die darin enthaltenen Umsätze von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens. Nach einer Entscheidung des BFH (veröffentlicht am 11.01.2012) ist bei der Berechnung des Gesamtumsatzes die private Verwendung nicht zu berücksichtigen. Im Urteilsfall wurde die private Nutzung des Pkws, der dem Betriebsvermögen zugeordnet war, nicht bei der Berechnung der maßgeblichen Umsatzgrenze einbezogen.
 

Keine Anwendung der Ist-Besteuerung

Geschrieben von Redaktion am in Umsatzsteuer - Vorschriften

Nach dem BFH Urteil vom 11.02.2010 ist die Ist-Besteuerung bei der Umsatzsteuer nicht bei solchen Unternehmern ohne Beachtung der Umsatzgrenze möglich, die von vorne herein nicht buchführungspflichtig sind. Die Ist-Besteuerung wird nach dem Umsatzsteuergesetz unabhängig von der Umsatzhöhe bei Unternehmern zugelassen, die von der Buchführungspflicht nach § 148 AO befreit worden sind. Vermieter oder kleine Gewerbetreibende, die unter der Buchführungsgrenze der AO (Umsatz 500.000 EUR, Jahresüberschuss 50.000 EUR) liegen, können daher keine Ist-Besteuerung in Anspruch nehmen. Der BFH schließt es allerdings nicht aus, die Ist-Besteuerung zu gewähren, wenn die hierfür geltende Umsatzgrenze von derzeit 500.000 EUR nur aufgrund eines einmaligen Geschäftsvorfalls überschritten wird.