Finanzartikel mit Schlagwort: ‘Steuerpflicht’

Steuerpflicht von Erstattungszinsen

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Nach einer Grundsatzentscheidung des BFH steht nun fest, dass die Erstattungszinsen als steuerbare Einnahmen im Rahmen der Kapitalerträge erfasst werden müssen. Es liegt insofern auch kein echtes Rückwirkungsverbot bei der Anwendungsregelung vor, die bei noch nicht bestandskräftigen Steuerfestsetzungen bereits zur Wirkung kam. Ein Verstoß gegen das Verfassungsrecht ist aus Sicht des BFH nicht erkennbar.
 

Steuerpflicht zu Erstattungspflicht

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Nachzahlungs- und Aussetzungszinsen gehören zu den abziehbaren Aufwendungen und mindern deshalb auch nicht die Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer. Nach einem Urteil des BFH vom 15.02.2012 kann damit die geänderte BFH-Rechtsprechung bei der Einkommensteuer nicht auf Kapitalgesellschaften übertragen werden. Die Festsetzung von auf Einkommensteuer entfallende Erstattungszinsen unterliegt nicht der Einkommensteuer. Da jedoch Kapitalgesellschaften nicht über eine außerbetriebliche Sphäre verfügen, ist diese Rechtsauffassung nicht auf die Einkommensermittlung von Kapitalgesellschaften anzuwenden.
 

Ferienjobs richtig abrechnen

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Ferienjobs unterliegen grundsätzlich der Steuerpflicht (Lohnsteuerkarte). Der Arbeitgeber darf die Lohnsteuer mit 25 % pauschal abrechnen und auf die Vorlage der Lohnsteuerkarte verzichten. Hinzu kommen Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Ferienjob („kurzfristige Beschäftigung“): Der Ferienjobber wird an nicht mehr als 50 Tagen im Jahr oder nicht mehr als zwei Monaten am Stück (Fünf-Tage-Woche) tätig. In diesem Fall wird die Lohnsteuer pauschal mit 25 % zzgl. Soli und Kirchensteuer berechnet. Beiträge zur Sozialversicherung für den Arbeitgeber und den Ferienjobber fallen nicht an. Minijob („geringfügige Beschäftigung“): Mini Jobber dürfen bis zu 400 Euro im Monat verdienen. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange sie arbeiten. Minijobber brauchen keine Lohnsteuerkarte. Der Arbeitgeber zahlt 2 % Lohnsteuer pauschal. Für den Mini Jobber fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an. Der Arbeitgeber zahlt 13 % Pauschalbetrag an die Krankenkasse, 15 % für die Rentenversicherung und 2 % Steuern.