Finanzartikel mit Schlagwort: ‘steuern’

Vorläufigkeitsvermerk ist nicht ausreichend

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Weil die Vorläufigkeitsvermerke in Steuerbescheiden einfache Gesetzesauslegungen bislang nicht erfasst haben (siehe auch Urteil des Finanzgerichts Niedersachsen), mussten viele Steuerpflichtige vorsorglich Einspruch einlegen. Dies soll sich durch das Steuerbürokratie-Abbaugesetz ab 2009 ändern. Dann soll die Befugnis der teilweise vorläufigen Steuerfestsetzung auch für Sachverhalte gelten, die in ihrer einfachen gesetzlichen Behandlung strittig und deshalb Gegenstand von Musterverfahren beim Bundesfinanzhof sind. Hinweis: Bis zur Beschlussfassung ist dringend anzuraten, auch bei Vorläufigkeitsvermerken entsprechende Einspruchsverfahren zu führen (z. B. hinsichtlich der Pendlerpauschale).
 

Neue Steuererklärungsvordrucke ab 2008

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die Vordrucksammlung des Finanzamts wird ab 2008 wieder umfangreicher: Statt des Formulars GSE müssen Selbständige künftig die Anlage S und Gewerbetreibende die Anlage G abgeben. Wer sowohl freiberufliche als auch gewerbliche Einkünfte erzielt, muss beide Vordrucke ausfüllen. Hinzu kommt die Anlage EÜR für Unternehmer, die ihren Gewinn durch Einnahmenüberschussrech-nung ermitteln. Die Erstellung der Steuererklärung dürfte künftig für viele Unternehmer noch bürokratischer zu handhaben sein.
 

Eigenheimzulage: Kinderaltersgrenze unverändert

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die Altersgrenzen für die Gewährung von Kindergeld und kindbedingten Steuerfreibeträgen wurde vom 27. Lebensjahr des Kindes auf das 25. Lebensjahr gesenkt. Geht es jedoch um die Kinderzulage nach dem Eigenheimzulagengesetz, wird die Senkung insoweit nicht übernommen. Anspruchsberechtigte sind bei der Planung ihres Vorhabens von der Tatsache ausgegangen, dass sie für ihre Kinder auch bis zum vollendeten 27. Lebensjahr die Förderung erhalten und haben dementsprechend die Kinderzulage in die Finanzierung miteingeplant. Hinweis: Auswirkungen durch Absenkung der Altersgrenze bestehen jedoch bei Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag oder auch bei der zumutbaren Belastung bei außergewöhnlichen Belastungen.
 

Höhe des Entnahmegewinns

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Wird ein Gebäude oder Gebäudeteil für betriebliche Zwecke genutzt und später aus dem Betriebsvermögen entnommen, muss für diesen Anteil ein Entnahmegewinn ermittelt werden. Dies gilt auch für Einnahmen-Überschussrechner. Vom Entnahmegewinn wird der Restwert abgezogen, und zwar unabhängig davon, ob die Immobilie zu hoch oder zu niedrig abgeschrieben wurde. Es ist nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 14.11.2007 nicht zulässig, bei der Ermittlung des Restwerts die zutreffende oder eigentlich richtige Abschreibung zu Grunde zu legen.