Finanzartikel mit Schlagwort: ‘steuerfestsetzung’

Steuererklärungen 2010 verzögern sich

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die Einkommensteuererklärung 2010 soll nach Aussage der OFD Karlsruhe besonders frühzeitig abgegeben werden, weil die für Mitte April 2011 beabsichtigte Umstellung von Softwareprogrammen bei der Finanzbehörde zu längeren Bearbeitungszeiten führen wird. Allerdings wird auch empfohlen, die Steuererklärung 2010 erst Ende April abzugeben, weil von den bis zum 28.02.2011 übermittelten Datensätzen für die Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen bisher nur ca. 1/7 bei der Finanzverwaltung angekommen sind. Eine Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen ist bei der Einkommensteuerveranlagung aber nur möglich, wenn die Datenübermittlung abgeschlossen ist. Steuerfestsetzungen werden ggf. vorläufig vorgenommen und bei tatsächlich erfolgter Datenübermittlung korrigiert. Der Steuerpflichtige muss auf den Vorläufigkeitsvermerk und auch auf die spätere Korrektur selbst achten. Probleme bei der Veranlagung 2010 lassen sich schon seit längerem erahnen. U. a. war die Lohnsteuerbescheinigung 2010 wegen einer unklaren Vorgabe des BMF massenhaft fehlerhaft bei freiwillig gesetzlichen Krankenversicherten erfolgt.
 

Vorläufe Steuerfestsetzung wegen Musterverfahren

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Nach der neuen Vorschrift der Abgabenordnung kann eine Steuer auch dann vorläufig festgesetzt werden, wenn die einfach gesetzliche Auslegung einer Steuernorm Gegenstand eines Verfahrens beim BFH ist. Das BMF hat daraufhin den Umfang der Vorläufigkeit auf streitige verfassungsrechtliche Fragen eingeschränkt. Das erfordert differenzierte Betrachtungen zur verfahrensrechtlichen Relevanz der beim BFH anhängigen Streitfragen. Als einzige Ausnahme erfasst die Vorläufigkeitserklärung zu den Rentenversicherungsbeiträgen auch jeden einfachgesetzlichen begründeten Werbungskostenabzug. Damit sind hier Einsprüche nicht mehr erforderlich. Handelt es sich hingegen um die Berücksichtigung häuslicher Arbeitszimmer muss trotz Vorläufigkeitsvermerk Einspruch eingelegt werden, wenn trotz eines Arbeitsplatzes am Mittelpunkt der Tätigkeit das häusliche Büro zu über 50 % der Arbeitszeit für die Erwerbstätigkeiten genutzt wird.