Finanzartikel mit Schlagwort: ‘Steuerausweis’

Insolvenz – unberechtigter Steuerausweis

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Für das Aufrechnungsverbot im Insolvenzverfahren ist bei einer Rechnungsberichtigung entscheidend, wann die Gefährdung des Steueraufkommens beseitigt wurde. Eine Rückwirkung auf den Zeitpunkt der Rechnungsstellung ist insolvenzrechtlich nicht möglich. Kommt es tatsächlich zu einer Rechnungsberichtigung, so wirkt diese erst im Zeitpunkt der tatsächlichen Rechnungskorrektur. Eine Rückwirkung der entstandenen Steuerlast ist hier nicht gegeben. Mit dieser Entscheidung ändert der BFH seine Rechtsprechung aus dem Jahr 2005. Im Urteilsfall ist die Gefährdung des Steueraufkommens erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens beseitigt worden.
 

Unrichtiger Steuerausweis

Geschrieben von Redaktion am in Umsatzsteuer - Vorschriften

Die Finanzverwaltung hat zur Entstehung der Steuer bei einem unrichtigen Steuerausweis mit Schreiben vom 25.07.2012 Stellung genommen. Grundsätzlich schuldet der Unternehmer bei unrichtigem Steuerausweis auch den Mehrbetrag. Diese Steuer entsteht generell in dem Zeitpunkt, in dem die regulär geschuldete Umsatzsteuer entsteht, spätestens jedoch im Zeitpunkt der Ausgabe der Rechnung. Der Unternehmer kann die Rechnung gegenüber dem Leistungsempfänger jederzeit berichtigen. Die Berichtigung ist für den Besteuerungszeitraum vorzunehmen, in dem die berichtigte Rechnung dem beteiligten Unternehmer erteilt wurde. Wird aber in einer Rechnung über eine nichtsteuerbare oder steuerfreie Leistung Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen, entsteht diese Steuer im Zeitpunkt der Ausgabe der Rechnung.