Finanzartikel mit Schlagwort: ‘Sonderausgabenabzug’

Berufsausbildungskosten

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Das Gesetz zur Umsetzung der Beitreibungsrichtlinie und Änderung von steuerlichen Vorschriften wurde am 25.11.2011 vom Bundesrat angenommen. Damit wurde unter anderem gesetzlich geregelt, dass Berufsausbildungskosten, wie z. B. Kosten eines Erststudiums bzw. einer Erstausbildung, nur noch als Sonderausgaben abziehbar sind. Rückwirkend mit Einführung der gesetzlichen Regelung ab 2004 wurden damit Werbungskosten im Zusammenhang ausgeschlossen. Der Sonderausgabenabzug wurde von 4.000 EUR auf 6.000 EUR erhöht. Der Gesetzgeber spricht von einer klarstellenden Regelung, die insofern auch Rückwirkung erzielen kann. Unter Berücksichtigung der möglichen Verfassungswidrigkeit der rückwirkenden Regelung sollten weiterhin Kosten für das Erststudium bzw. für die Erstausbildung als Werbungskosten geltend gemacht werden und entsprechende Verfahren und Steuerbescheide offen gehalten werden.
 

Private Krankenversicherung

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die neuen Spielregeln beim Sonderausgabenabzug für Krankenversicherungsbeiträge erfordern ein Umdenken bei Beitragsrückerstattung und Selbstbehalt. Künftig muss der privat krankenversicherte Steuerzahler genau prüfen, ob sich eine Beitragsrückerstattung im Umfang wie bisher lohnt oder ob besser bei Arztrechnungen und Rezepten auf die Erstattung vom Versicherer verzichtet werden soll. Seit dem 01.01.2010 sind die Beiträge zur gesetzlichen und privaten Krankenversicherung in einem weitaus größeren Umfang als bisher als Sonderausgaben absetzbar. Beitragsrückerstattungen mindern diesen Steuerabzug wieder. Ein hoher Selbstbehalt sollte ebenfalls überdacht werden, denn nur die tatsächlich gezahlten Prämien wirken sich beim Sonderausgabenabzug aus. Die selbstgetragenen Aufwendungen im Krankheitsfalle stellen außergewöhnliche Belastungen dar, die jedoch nur nach Abzug der zumutbaren Belastung zur Auswirkung kommen.