Finanzartikel mit Schlagwort: ‘Schuldzinsenabzug’

Schuldzinsenabzug nach Verkauf

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Der BFH hat mit Urteil vom 06.12.2017 zum Abzug nachträglicher Schuldzinsen als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vu.V nach Veräußerung des Vermietungsobjektes entschieden (Az. IX R 4/17). Für die Berücksichtigung der Zinsen ist maßgeblich, was mit dem Erlös aus der Veräußerung des betroffenen Objektes geschieht. Eine angebliche Reinvestitionsabsicht des Veräußerungserlöses in ein noch zu erwerbendes Vermietungs-objekt reicht nicht aus, um der Ersatzbeschaffung zu genügen und einen notwendigen Zusammenhang der Schuldzinsen mit der Einkunftsart Vu.V zu begründen.
 

Betrieblicher Schuldzinsenabzug

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Nach dem Urteil des BFH vom 21.08.2012 stellt die kurzfristige Einlage von Geld einen Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten dar, wenn sie allein dazu dient, die Hinzurechnung nicht abziehbarer Schuldzinsen zu umgehen. Im Urteilsfall wurden dem betrieblichen Girokonto jeweils zum Jahresende hohe Geldbeträge zugeführt und diese kurz danach wieder entnommen (z. B. 300.000 EUR). Bei der Prüfung, ob diese Ein- und Auszahlungen bei der Berechnung der Überentnahmen Berücksichtigung finden, ergab sich aus Sicht der Finanzverwaltung ein Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten. Danach wurden höhere nicht abzugsfähige Schuldzinsen festgestellt. Ein höherer Teil an Schuldzinsen blieb somit in der steuerlichen Gewinnermittlung unberücksichtigt. Das oberste Gericht bestätigte die Finanzverwaltung, denn ein außersteuerlicher Grund für die Vorgehensweise konnte nicht vorgebracht werden.
 

Schuldzinsenabzug

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Sind die Entnahmen höher als Gewinne und Einlagen, entstehen Überentnahmen, die dazu führen, dass der Abzug betrieblicher Schuldzinsen beschränkt wird. Dabei sind jedoch Schuldzinsen auf Kredite zur Anschaffung oder Herstellung von Anlagegütern uneingeschränkt absetzbar. Werden die Mittel des aufgenommenen Darlehens auf ein Kontokorrentkonto überwiesen, die Investitionen von diesem innerhalb von 30 Tagen bezahlt, gilt das Darlehen für die Investitionen verwendet. Dies gilt auch, wenn die Investitionen vom Kontokorrentkonto zunächst bezahlt werden und innerhalb von 30 Tagen dieses mit den Darlehensmitteln aufgefüllt wird. Wird jedoch die 30-Tage-Frist überschritten, muss der Unternehmer nachweisen, dass die Darlehensmittel für die Investitionen verwendet wurden. Der Nachweis bei Fristüberschreitung wird in der Praxis oft sehr schwierig zu führen sein, deshalb sollte möglichst auf die Einhaltung der 30-Tage-Frist geachtet werden.