Finanzartikel mit Schlagwort: ‘schuldzinsen’

Nachträgliche Schuldzinsen bei Vermietungseinkünften

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die steuerliche Behandlung von Schuldzinsen als nachträgliche Werbungskosten wurde im BMF Schreiben vom 27.07.2015 dargestellt. U.a. wurde vom BMF aufgeführt, dass anfallende Schuldzinsen auf Verbindlichkeiten für die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer zur Vermietung dienenden Immobilie, nach deren Veräußerung weiterhin als nachträgliche Werbungskosten abgezogen werden können, sofern die Verbindlichkeit nicht durch den Veräußerungserlös getilgt werden hätte können. Die Absicht (weitere) Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen, darf nicht bereits vor Veräußerung weggefallen sein. Eine evtl. Vorfälligkeitsentschädigung ist als Veräußerungskosten bei dem angefallenen privaten Veräußerungsgeschäft anzusetzen. Das Schreiben ist auf der Internetseit e des BMF im Volltext verfügbar.
 

Schuldzinsen bei Vermietung und Verpachtung

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Nach der aktualisierten Rechtsauffassung des BFH können Schuldzinsen auch dann noch berücksichtigt werden, wenn das Vermietungsobjekt nicht mehr vorhanden ist (nachträgliche Schuldzinsen als Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung). In einem weiteren Urteil wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Vermietungsabsicht bis zum Verkauf des Objektes bestanden haben muss. Ist es wie im Urteilsfall offensichtlich, dass die Vermietungsabsicht aufgegeben war, können keine Werbungskosten mehr ab diesem Zeitpunkt zum Ansatz kommen. Der Kläger hatte wegen mangelnder Rentabilität die Vermietung der Ferienwohnungen aufgegeben und gleichzeitig den Verkauf des Gesamtobjektes angestrebt.
 

Schuldzinsen nach Betriebsaufgabe

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Nach dem Urteil des FG Niedersachsen vom 16.03.2010 (veröff. am 26.05.2010) können Schuldzinsen nach Betriebsveräußerung bzw. Betriebsaufgabe nur unter bestimmten Voraussetzungen nachträglich als Betriebsausgaben angesetzt werden. So sind Schuldzinsen für betrieblich begründete und zurückbehaltene Verbindlichkeiten nur insoweit nachträgliche Betriebsausgaben, als sie durch den Veräußerungspreis und die Verwertung von zurückbehaltenen aktiven Wirtschaftsgütern nicht hätten beglichen werden können. Im Urteilsfall konnte die Darlehensverbindlichkeit durch ein rechtliches Hindernis nicht abgelöst werden. Der Kläger verfügte jedoch über ausreichende finanzielle betriebliche Mittel, um das betreffende Darlehen vollständig zurückzuführen. Es wurde Revision zugelassen, da die Rechtsache im Zusammenhang mit der Ablösung betrieblicher Verbindlichkeit anlässlich einer Betriebsaufgabe grundsätzliche Bedeutung zukommt.
 

Aufteilung der Anschaffungskosten bei Grundstücken

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Grundsätzlich sind die entstandenen Schuldzinsen nach dem Verhältnis der Wohn-/und Nutzflächen aufzuteilen (BFH vom 01.04.2009, veröffentlicht am 10.06.2009). Dies ist dann der Fall, wenn die Valuten sämtlicher Darlehen auf ein Girokonto fließen, von dem dann der Steuerpflichtige den gesamten Kaufpreis an den Verkäufer überweist. An dieser Entscheidung ist auch dann festzuhalten, wenn die Darlehen zur Finanzierung für die unterschiedlichen Grundstücksteile gesondert vereinbart wurden und die Darlehen unterschiedliche Grundstücksteile, die eigene Wirtschaftgüter bilden, betreffen.