Finanzartikel mit Schlagwort: ‘sachzuwendung’

Besteuerung Dienstwagen nur bei tatsächlicher Nutzung

Geschrieben von Redaktion am in Lohnabrechnung und Gehalt

Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs ist nicht immer ein Pauschalwert mit 0,03 % des Bruttolistenpreises für jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte anzusetzen. Der Zuschlag für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist nur erforderlich, soweit der Arbeitnehmer den Dienstwagen auch tatsächlich für diese Fahrten benutzt hat. Es besteht jedoch grundsätzlich ein Anscheinsbeweis dafür, dass der Dienstwagen neben der Privatnutzung auch für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte genutzt wurde. Der Anscheinsbeweis kann z. B. durch Fahrtenbücher oder Vorlage von Monats- oder Jahresfahrkarten der Bahn entkräftet werden. Grundsätzlich ist von einer Nutzung des Fahrzeugs für derartige Fahrten an mindestens 15 Tagen im Monat auszugehen. Nutzt der Arbeitnehmer den PKW an weniger Tagen, ist der Zuschlag zu verringern. So kann z. B. jede Fahrt mit 0,002 % des Listenpreises je Entfernungskilometer angesetzt werden. Die neuen Urteile müssten entsprechend der Gesetzesauslegung auch für Unternehmer bzw. Selbständige entsprechend anzuwenden sein.
 

Fahrtenbuch trotz kleiner Mängel anzuerkennen

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Das Urteil des Bundesfinanzhofes vom 10.04.2008 zeigt, dass Aufzeichnungen im Fahrtenbuch grundsätzlich vollständig und richtig sein müssen. Kleinere Mängel führen jedoch nicht zur Verwerfung des Fahrtenbuches und damit nicht zur Anwendung der 1 %-Regelung, wenn die Angaben insgesamt plausibel sind. Das Einrichten eines gesonderten Aufwandkontos ist nicht zwingend Voraussetzung für die Anerkennung der Ordnungsmäßigkeit. Hinweis: Das Urteil des Bundesfinanzhofs führt wahrscheinlich in der Zukunft zu Streitigkeiten, was unter kleineren Mängeln des Fahrtenbuches zu verstehen ist. Auf jeden Fall dürften Flüchtigkeitsfehler verzeihlich sein.
 

Sozialversicherung bei Pauschalierung von Sachzuwendungen

Geschrieben von Redaktion am in Lohnabrechnung und Gehalt

Aufgrund der Anwendungsprobleme haben sich nun Neuerungen zur Anwendung der Pauschalbesteuerung von Sachzuwendungen hinsichtlich der Sozialversicherung ergeben. Deshalb wird auf die Verbeitragung von Geschenken im Zusammenhang mit dem § 37 b EStG verzichtet, wenn es um Beschäftigte eines Dritten geht (z. B. Arbeitnehmer des befreundeten Geschäftspartners). Hinweis: Bei eigenen Arbeitnehmern und bei Konzernmitarbeitern ist die Sozialversicherungspflicht aber immer noch gegeben.