Finanzartikel mit Schlagwort: ‘rücklage’

Übertragung der Rücklage nach § 6 b EStG

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Nach einer Entscheidung ist die Übertragung der Rücklage auch schon vor Fertigstellung des Wirtschaftsgutes möglich. Im Urteilsfall wurde eine Rücklage aus dem Gewinn des veräußerten Grund und Bodens gebildet. Der Betrieb wurde an den Sohn übertragen. Dabei wurde die Rücklage im Rahmen der KG auf ein zu errichtendes Gebäude übertragen. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch das Gebäude noch nicht fertig gestellt, weshalb das zuständige Finanzamt mit Verweis auf die EStR die Übertragung ablehnte. Das zuständige Finanzgericht sah die Möglichkeit der Übertragung bevor die Fertigstellung des Ersatzwirtschaftsgutes erfolgte als gegeben, ließ jedoch die Revision wegen der Frage der grundsätzlichen Bedeutung zu.
 

Keine Rücklagenerhöhung für bereits angeschaffte Wirtschaftsgüter

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Die gewinnmindernde Rücklage von bis zu 40 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten darf rückwirkend weder gebildet noch erhöht werden. Der Zweck der Rücklage soll in der Finanzierungserleichterung der Investition liegen, die nur bei noch möglichen Maßnahmen gegeben ist (Bundesfinanzhof vom 29.04.2008). HINWEIS: Diese Sichtweise dürfte auch auf den ab 2007 maßgeblichen Investitionsabzugsbetrag zu übertragen sein. Die neue Regelung des § 7g EStG sieht nun auch vor, die Ansparabschreibung von bis zu max. 40% der AK für gebrauchte Wirtschaftsgüter zu bilden. Die Neuregelung sieht weiterhin vor, das bei einer Nichtinvestition von Wirtschaftsgütern der komplette Investitionsbetrag im Abzugsjahr rückwirkend berichtigt wird und zusätzlich verzinst wird. Das Finanzamt wird den tatsächtliche Gewinn ohne Rücklage zu Grunde legen und den Steuerbescheid berichten. Somit wird bei keiner ernsthaften Anschaffungsabsicht das Steuersparmodell außer Kraft gesetzt.