Finanzartikel mit Schlagwort: ‘rechnungen’

Vorsteuerabzug aus Rechnungen

Geschrieben von Redaktion am in Umsatzsteuer - Vorschriften

Wenn in Rechnungen der Sitz des leistenden Unternehmers nicht richtig angegeben wird, ist trotzdem der Vorsteuerabzug möglich. Dies ist dem Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg zu entnehmen, das aber wegen grundsätzlicher frage die Revision zum BFH zugelassen hat. Der Vorsteuerabzug wurde vom Finanzamt mit der Begründung verweigert, es handele sich um eine Briefkastenfirma. Die Geschäfte der GmbH wurden vom ungarischen Geschäftsführer von Ungarn aus betrieben, es war kein Lager in Deutschland vorhanden, es gab lediglich eine Adresse, die als Sitz im Handelsregister eingetragen war und vom Geschäftsführer einmal im Monat aufgesucht wurde. Ansonsten hatte ein Beauftragter Rechtsanwalt vor Ort Briefe empfangen und ggf. Erledigungen vorgenommen.
 

Archivierung von Rechnungen und Lieferscheinen

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Nach der Verfügung des Bayerischen Landesamtes für Steuern vom 13.02.2012 kann der belieferte Kunde seine gesetzliche Aufbewahrungspflicht nicht erfüllen, wenn er lediglich die Archivierungs-CD mit den Daten des Lieferanten aufbewahrt. Diese Archivierungs-CD gibt nicht die Originale des aufbewahrungspflichtigen Kunden wieder, sondern Unterlagen eines Dritten. Damit sind Anfragen von Unternehmen (insbesondere von Apotheken) zu verneinen, bei denen Kunden auf die Aufbewahrung der Tagesrechnungen und ggf. auch der Lieferscheine, die ihnen vom Lieferanten zugesandt worden sind, verzichten können. Die anhand der eigenen Unterlagen erstellten Archivierungs-CDs sind damit nicht für die Kunden als ordnungsgemäß archivierte Daten anzuerkennen.
 

Umsatzsteuerpflicht bei unrichtigen Rechnungen

Geschrieben von Redaktion am in Umsatzsteuer - Vorschriften

Der Unternehmer schuldet die Umsatzsteuer aus Rechnungen, wenn ein unrichtiger oder unberechtigter Ausweis der Umsatzsteuer erfolgt ist. Damit das Finanzamt den Unternehmer aber tatsächlich für die Umsatzsteuer in Anspruch nehmen kann, muss die Rechnung die gleichen Voraussetzungen erfüllen wie jede Rechnung, die zum Vorsteuerabzug berechtigen soll. Im Urteilsfall (Finanzgericht München vom 07.12.2006) war der Vorsteuerabzug aufgrund der formalen Verstöße nicht möglich. Deshalb schuldete der Unternehmer auch nicht die ausgewiesene Umsatzsteuer.