Finanzartikel mit Schlagwort: ‘PV-Anlage’

Ehegatten und PV-Anlage

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Es geht um die Frage, ob Ehegatten eine einheitliche und gesonderte Feststellung erstellen müssen. Die Ehegatten waren zusammenveranlagt und haben auf dem Dach Ihres gemeinsamen Einfamilienhauses eine Photovoltaikanlage in der Rechtsform der GbR betrieben. Zum Zweck des Vorsteuerabzugs aus den Anschaffungskosten der Anlage wurde zur Umsatzsteuer optiert. Die Erzeugte Energie wurde zum Teil selbst verbraucht und zum Teil an den örtlichen Stromversorger veräußert. Das Finanzamt schätzte die Einkünfte, weil keine einheitliche und gesonderte Feststellung eingereicht wurde und die Erklärung der Einkünfte lediglich im Rahmen der gemeinsamen Steuererklärung stattfand. Das zuständige Finanzgericht gab der Klage statt, weil ein Fall von geringer Bedeutung vorliege, die eine einheitliche und gesonderte Feststellung entbehrlich mache. Wegen der Frage der grundsätzlichen Bedeutung wurde Revision beim BFH zugelassen.
 

Anteilige Gebäudekosten bei einer PV-Anlage

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Im Urteil vom 17.10.2013, veröffentlicht am 19.03.2014 nimmt der BFH zur Frage Stellung, ob anteilige Gebäudeaufwendungen im Zusammenhang mit einer betriebenen PV-Anlage als Aufwand berücksichtigt werden können. Der BFH lehnt die Berücksichtigung im Gewerbebetrieb „Stromerzeugung“ ab, da keine Maßstäbe für die Zuordnung gefunden werden können. Die Aufteilung nach Flächen kommt als sachgerechter Aufteilungsschlüssel genauso wenig in Frage, wie die Aufteilung nach den anteiligen fiktiven Mieten. Zumindest der zweite Ansatz kann im Bereich der Umsatzsteuer aber nach wie vor erfolgen.
 

Vorsteuerabzug im Zusammenhang mit einer PV-Anlage

Geschrieben von Redaktion am in Umsatzsteuer - Vorschriften

Die Bayerische Finanzverwaltung hat in einer bundesweit gültigen Verfügung zur Anwendung des Vorsteuerabzugs aus Gebäudeaufwendungen im Zusammenhang mit der Errichtung einer PV-Anlage Stellung genommen. So kann nach Rechtsprechung des BFH bei der Anschaffung/Herstellung eines ansonsten privat verwendeten Gebäudes anteilig Vorsteuer im Nutzungsverhältnis der PV-Anlage erreicht werden, wenn die unternehmerische Verwendung mindestens 10 % beträgt. Bei Dachsanierungen im Zusammenhang mit dem Einbau einer PV-Anlage kann ebenfalls im prozentualen Verhältnis der unternehmerischen Dachnutzung ein Vorsteuerabzug gewährt werden. Wird aus statischen Gründen eine Verstärkung des Dachstuhls vorgenommen, besteht kein Nutzungs- und Funktionszusammenhang der Baumaßnahmen mit dem Gebäude. In diesen Fällen ist der Vorsteuerabzug zu 100 % aus diesen Baumaßnahmen möglich.