Finanzartikel mit Schlagwort: ‘lohnsteuerrichtlinien’

Keine regelmäßige Arbeitsstätte beim Kunden

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Nach dem BMF-Schreiben vom 21.12.2009 sind betriebliche Einrichtungen von Kunden des Arbeitgebers grundsätzlich keine regelmäßigen Arbeitsstätten seiner Arbeitnehmer, unabhängig von der Dauer der dortigen Tätigkeit. Etwas anders gilt nur bei der Verleihung von Arbeitnehmern für die gesamte Dauer ihrer Arbeitsverhältnisse an einen Entleiher. Damit folgt die Finanzverwaltung den Urteilen des BFH, entgegengesetzt zur Aussage in den Lohnsteuerrichtlinien 2008.
 

Fahrtkosten bei Bildungsmaßnahmen

Geschrieben von Redaktion am in Lohnabrechnung und Gehalt

Nach dem Urteil des BFH vom 10.04.2008 ist der Veranstaltungsort einer vorübergehenden beruflichen Bildungsmaßnahme keine regelmäßige Arbeitsstätte. Die Fahrtkosten des Arbeitnehmers zur Bildungseinrichtung sind deshalb nicht mit der Entfernungspauschale, sondern in tatsächlicher Höhe der Werbungskosten zu berücksichtigen bzw. erstattbar. Hinweis: In den Lohnsteuerrichtlinien 2008 werden derartige Auswärtstätigkeiten grundsätzlich als vorübergehend behandelt.
 

Lohnsteuerprüfung – Archiv-CD ist vorzulegen

Geschrieben von Redaktion am in Lohnabrechnung und Gehalt

Nach dem rechtskräftigen Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg kann ein Lohnsteueraußenprüfer verlangen, dass ihm für die Prüfung eine Lohn-Archiv-CD vorgelegt wird. Dies gilt auch, wenn es sich nur um ein kleines Unternehmen mit bis zu sieben Arbeitnehmern handelt und die CD extra für die Prüfung angefertigt werden muss (gesonderte Kosten entstehen dem Arbeitgeber). Nach Aussage des Gerichts liegt es im Ermessen der Finanzbehörde, in welcher Form die Unterlagen vorzulegen sind. Das Verlangen des Prüfers dahingehend sei auch nicht unverhältnismäßig.
 

Lohnsteuerrichtlinien 2008

Geschrieben von Redaktion am in Lohnabrechnung und Gehalt

Mit dem vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf der Lohnsteuerrichtlinien 2008 wird das steuerliche Reisekostenrecht teilweise in Anlehnung an die BFH-Rechtsprechung vereinfacht werden (einheitlicher Oberbegriff „Auswärtstätigkeit“). In diesem Zusammenhang entfällt -als ein Element – bei der Einsatzwechseltätigkeit die 30-km-Grenze: Entgegen der ersten Mitteilung des Finanzministeriums wird aber die pauschale Erstattungsmöglichkeit von Übernachtungskosten im Inland durch den Arbeitgeber in Höhe von 20,00 EUR täglich beibehalten. Die ab 2008 anzuwendenden Richtlinien bedürfen noch der Zustimmung des Bundesrates, die voraussichtlich im Oktober 2007 erfolgen wird.