Finanzartikel mit Schlagwort: ‘jahresabschluss’

Elektronische Übermittlung von Bilanzen

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Spätestens für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2010 beginnen, müssen bilanzierungs-pflichtige Unternehmer den Inhalt von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung nach amtlich vorgeschriebenen Datensatz durch Datenfernübertragung an die Finanzämter übermitteln. Das BMF-Schreiben vom 19.01.2010 regelt im voraus die Form und den Inhalt der elektronischen Übermittlung. Danach können die Finanzbehörden bei entsprechendem Antrag auf die elektronische Übermittlung verzichten, um unbillige Härten zu vermeiden. Die Behörde muss dem Antrag stattgeben, wenn die Schaffung der Möglichkeiten für eine elektronische Übermittlung mit einem nicht unerheblichen finanziellen Aufwand verbunden ist oder wenn der Steuerpflichtige nach seinen individuellen Fähigkeiten und Kenntnissen nicht oder nur eingeschränkt in der Lage ist, die Möglichkeiten der elektronischen Übermittlung zu nutzen.
 

Wahl der Gewinnermittlung

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Der Bundesfinanzhof hat in seinem Urteil vom 19.03.2009 entschieden, dass für nichtbuchführungspflichte Steuerpflichtige das Wahlrecht zur Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) erst mit der Erstellung des Abschlusses entfällt. Die bisherige Rechtsauffassung, wonach bereits mit der Einrichtung einer Buchführung/Buchhaltung oder der Aufstellung einer Eröffnungsbilanz das Wahlrecht zur Bilanzierung ausgeübt wurde, hat sich damit geändert. Nach Erstellung des Abschlusses ist jedoch die Wahl der Überschuss-Rechnung nach § 4. Abs. 3 nicht mehr möglich.
 

Inventur zum Jahresende

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Unternehmen die nach den steuerlichen Vorschriften verpflichtet sind ihren Jahresabschluss nach § 4.1 oder 5 EStG zu bilanzieren, haben die Pflicht nach der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung eine Inventur aufzustellen und damit die ordnungsgemäße Erfassung des Warenbestandes zu erklären. Die Inventurarbeiten sind zum 31.12. des Kalenderjahres durchzuführen (Ausnahme: abweichendes Wirtschaftsjahr). Die Inventuraufzeichnungen sind mit Datum und Unterschrift zu versehen und mit allen sonstigen Notizen und Unterlagen aufzubewahren.
 

Offenlegungspflicht für Bilanzen

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Wenn Unternehmen ihren Offenlegungspflichten nicht nachkommen, drohen neue Sanktionen. Die Kapitalgesellschaften und GmbH & Co. KG’s sind seit 2007 verpflichtet im elektronischen Bundesanzeiger die Jahresabschlüsse (Bilanzen) für das Geschäftsjahr 2007 bis 31.12.2008 zu veröffentlichen (bisher örtl. Handelsregister). Sollen die Gesellschaften dieser Pflicht nicht nachkommen, drohen Ordnungsgelder i.H. von 2.500 Euro bis 25.000 Euro. Die Festsetzung der Strafe kann auch gegen den ges. Geschäftsführer der Gesellschaft erfolgen. Zunächst erfolgt eine Androhung des Ordnungsgeldes, danach gilt die Frist von 6 Wochen zur elektronischen Einreichung der erforderlichen Unterlagen.