Finanzartikel mit Schlagwort: ‘handwerker’

Steuerermäßigung für Handwerker

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die Steuerermäßigung für Handwerker umfasst auch die Aufwendungen für eine statische Berechnung, so das FG Baden-Württemberg, wenn diese zur Durchführung der Handwerkerleistungen erforderlich ist. Im Urteilsfall war die Berechnung für den Austausch der Stützbalken erforderlich und eine unselbständige, untrennbar mit der Hauptleistung verbundene Nebenleistung gewesen. Somit liegt eine einheitliche Handwerkerleistung vor.
 

Musterverfahren wegen Nichtanerkennung von Handwerkerrechnungen

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen kann steuerlich ein Abzug von der gezahlten Einkommensteuer berücksichtigt werden. Dieser Steuerbonus verfällt, wenn der Steuerzahler im Jahr der Dienstleistungserbringung durch den Handwerker keine Steuer gezahlt hat. Einen Übertrag auf das nächste Jahr lässt die Finanzverwaltung bislang nicht zu. Hiergegen richtet sich nun ein Musterverfahren beim Finanzgericht Köln (Az. 10 K 4217/07). Es soll die Auffassung durchgesetzt werden, dass auch ein Rück- bzw. Vortrag in ein anderes Kalenderjahr möglich sein muss.
 

Keine Steuerermäßigung bei Barzahlung von Handwerkern

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Geprüft wurde vom Finanzgericht Niedersachsen im Urteil vom 22.01.2008, ob für die Steuerermäßigung von haushaltsnahen Dienstleistungen im Sinne des § 35 a EStG zwingend die unbare Begleichung von Rechnungen erforderlich ist. Das Gericht stellt fest, dass der Gesetzgeber zur Eindämmung der Schwarzarbeit typisierend einen unbaren Zahlungsvorgang verlangt. Die Barzahlung ist deshalb auch dann ausgeschlossen, wenn durch einen Kontoauszug vom Geschäftskonto des Handwerkers belegt wird, dass der Betrag zeitnah auf dessen Konto eingezahlt wurde. Hinweis: Unter dem Az. VI R 14/08 ist beim BFH die Frage anhängig, ob der Ausschluss der Barzahlungen im Rahmen der Inanspruchnahme der Steuerermäßigung verfassungswidrig ist. Da hierzu keine Vorläufigkeit in den Steuerbescheiden vorgesehen ist, muss ggf. Einspruch eingelegt werden.