Finanzartikel mit Schlagwort: ‘gwg’

Sammelposten und Sofortabzug für GWG

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Das BMF hat im Schreiben vom 30.09.2010 den Ansatz von Sammelposten und den Sofortabzug für GWG festgelegt. Zunächst ist danach zu unterscheiden, in welchen Zeiträumen die Wirtschaftsgüter angeschafft wurden. Bei Anschaffung derartiger Wirtschaftsgüter vor dem 01.01.2010 müssen Aufwendungen bis 150 EUR zwingend in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Für Aufwendungen von mehr als 150 EUR und nicht mehr als 1.000 EUR muss zwingend ein Sammelposten gebildet werden, der jahresbezogen mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd zum Ende des jeweiligen Wirtschaftsjahres aufgelöst werden muss. Für Wirtschaftsgüter die nach dem 31.12.2009 angeschafft, hergestellt oder in das Betriebsvermögen eingelegt wurden, gilt der Grundsatz, dass diese nach den Grundsätzen der Abschreibung unter Berücksichtigung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer als Betriebsausgaben a bzuziehen sind. Aufwendungen bis 150 EUR können in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen werden (wirtschaftsgutbezogen). Aufwendungen von mehr als 150 EUR und nicht mehr als 410 EUR können ebenfalls als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Die Wirtschaftsgüter können jedoch auch im Sammelposten erfasst werden. Es handelt sich dabei jedoch um ein einheitliches Wahlrecht (wirtschaftsjahrbezogen). Aufwendungen von mehr als 410 EUR und nicht mehr als 1.000 EUR können abweichend vom Grundsatz in einem Sammelposten erfasst werden. Dieses Wahlrecht ist ebenfalls einheitlich auszuüben (wirtschaftsjahrbezogen).
 

Wiedereinführung des Wahlrechts bei GWG

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Ab 2010 wurde das Wahlrecht für die Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter bis 410 EUR wieder eingeführt. Allerdings führt die unklare Gesetzesaussage zu unterschiedlichen Auffassungen. So wird zum Einen behauptet, das Wahlrecht erstreckt sich nur auf Wirtschaftsgüter, die mehr als 150 EUR netto bis einschließlich 410 EUR netto betragen. Nur hier könne man entscheiden, ob das Wirtschaftsgut sofort abgeschrieben wird oder in den steuerlichen Sammelposten eingestellt werden soll (damit Abschreibung auf 5 Jahre (20%)). Ob das Wahlrecht auch die Wirtschaftsgüter mit mehr als 410 EUR Anschaffungskosten betrifft, ist unklar. Ebenfalls ist unklar, ob das Wahlrecht zur Abschreibung generell wieder eingeführt wurde und ob für Wirtschaftsgüter bis einschließlich 150 EUR ein Zwang zur Sofortabschreibung zur Betriebsausgabe besteht. Empfehlenswert ist deshalb, drei gesonderte Konten anzulegen, auf denen die Wirtschaftsgüter gesammelt werden (ein Konto bis Wirtschaftsgut bis 150 EUR, ein Konto für Wirtschaftsgut größer als 150 EUR bis einschließlich 410 EUR und ein Konto für Wirtschaftsgut größer als 410 EUR bis einschließlich 1.000 EUR).
 

Abschreibung von Software

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Da die Abschreibungsregeln für geringwertige Wirtschaftsgüter nur für bewegliche Wirtschaftsgüter gelten, sind diese für immaterielle Wirtschaftsgüter wie Software nicht in Betracht gekommen. Bis zur Grenze von 410 Euro hat die Finanzverwaltung Software jedoch grundsätzlich als Trivialprogramme und damit als materielle Wirtschaftsgüter angesehen. Die Sofortabschreibung von GWG war insofern möglich. Durch die Gesetzesänderung ab 2008 wurde der Grenzwert für die GWG-Regelung auf 150 Euro reduziert. Die Finanzverwaltung hat nun auch den Grenzwert für die Beurteilung auf 150 Euro als Trivialprogramm angepasst (Entwurf der neuen Einkommensteuerrichtlinien 2008).
 

Geringwertige Wirtschaftsgüter

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Durch das Unternehmensteuerreformgesetz ist die Behandlung von geringwertigen Wirtschaftsgütern ab 2008 geändert worden. Die bisherige gesetzliche Regelung, wonach Wirtschaftsgüter bis 410 EUR netto steuerlich sofort abgesetzt werden konnten, gilt aber noch im Bereich der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen und bei den sonstigen Einkünften. Damit kann z. B. die Anschaffung eines Schreibtisches bis 410 EUR netto in voller Höhe in der Steuererklärung des Arbeitnehmers berücksichtigt werden. Hinweis: Bei den Gewinneinkunftsarten sind ab 2008 nur noch Wirtschaftsgüter bis 150 EUR netto sofort als Betriebsausgaben absetzbar.