Finanzartikel mit Schlagwort: ‘geringwertige wirtschaftsgüter’

Keine Rücklagenerhöhung für bereits angeschaffte Wirtschaftsgüter

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Die gewinnmindernde Rücklage von bis zu 40 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten darf rückwirkend weder gebildet noch erhöht werden. Der Zweck der Rücklage soll in der Finanzierungserleichterung der Investition liegen, die nur bei noch möglichen Maßnahmen gegeben ist (Bundesfinanzhof vom 29.04.2008). HINWEIS: Diese Sichtweise dürfte auch auf den ab 2007 maßgeblichen Investitionsabzugsbetrag zu übertragen sein. Die neue Regelung des § 7g EStG sieht nun auch vor, die Ansparabschreibung von bis zu max. 40% der AK für gebrauchte Wirtschaftsgüter zu bilden. Die Neuregelung sieht weiterhin vor, das bei einer Nichtinvestition von Wirtschaftsgütern der komplette Investitionsbetrag im Abzugsjahr rückwirkend berichtigt wird und zusätzlich verzinst wird. Das Finanzamt wird den tatsächtliche Gewinn ohne Rücklage zu Grunde legen und den Steuerbescheid berichten. Somit wird bei keiner ernsthaften Anschaffungsabsicht das Steuersparmodell außer Kraft gesetzt.
 

Geringwertige Wirtschaftsgüter

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Durch das Unternehmensteuerreformgesetz ist die Behandlung von geringwertigen Wirtschaftsgütern ab 2008 geändert worden. Die bisherige gesetzliche Regelung, wonach Wirtschaftsgüter bis 410 EUR netto steuerlich sofort abgesetzt werden konnten, gilt aber noch im Bereich der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen und bei den sonstigen Einkünften. Damit kann z. B. die Anschaffung eines Schreibtisches bis 410 EUR netto in voller Höhe in der Steuererklärung des Arbeitnehmers berücksichtigt werden. Hinweis: Bei den Gewinneinkunftsarten sind ab 2008 nur noch Wirtschaftsgüter bis 150 EUR netto sofort als Betriebsausgaben absetzbar.