Eigenheimzulage: Kinderaltersgrenze unverändert

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die Altersgrenzen für die Gewährung von Kindergeld und kindbedingten Steuerfreibeträgen wurde vom 27. Lebensjahr des Kindes auf das 25. Lebensjahr gesenkt. Geht es jedoch um die Kinderzulage nach dem Eigenheimzulagengesetz, wird die Senkung insoweit nicht übernommen. Anspruchsberechtigte sind bei der Planung ihres Vorhabens von der Tatsache ausgegangen, dass sie für ihre Kinder auch bis zum vollendeten 27. Lebensjahr die Förderung erhalten und haben dementsprechend die Kinderzulage in die Finanzierung miteingeplant. Hinweis: Auswirkungen durch Absenkung der Altersgrenze bestehen jedoch bei Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag oder auch bei der zumutbaren Belastung bei außergewöhnlichen Belastungen.
 

AfA bei längerer Nichtnutzung des Gebäudes

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Aufwendungen für ein (noch) nicht vermietetes Objekt können berücksichtigt werden, wenn anhand der objektiven Umstände festzustellen ist, dass der Steuerpflichtige den Ent-schluss zur Einkünfteerzielung endgültig gefasst und später nicht wieder aufgegeben hat. Nach dem Urteil des Finanzgerichts Köln vom 19.01.2007 (nunmehr veröffentlicht) ist das Fehlen einer vorübergehenden Nutzung für die Annahme einer vorübergehenden Einkunftserzielungsabsicht nicht zwingend ausgeschlossen.
 

Höhe des Entnahmegewinns

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Wird ein Gebäude oder Gebäudeteil für betriebliche Zwecke genutzt und später aus dem Betriebsvermögen entnommen, muss für diesen Anteil ein Entnahmegewinn ermittelt werden. Dies gilt auch für Einnahmen-Überschussrechner. Vom Entnahmegewinn wird der Restwert abgezogen, und zwar unabhängig davon, ob die Immobilie zu hoch oder zu niedrig abgeschrieben wurde. Es ist nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 14.11.2007 nicht zulässig, bei der Ermittlung des Restwerts die zutreffende oder eigentlich richtige Abschreibung zu Grunde zu legen.
 

Arbeitszimmer bei regelmäßigen Besprechungen

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Eine gelegentliche Nutzung eines häuslichen Arbeitszimmers für Besprechungen mit Auftraggebern oder freien Mitarbeitern kann die private Sphäre nicht durchbrechen (FG München vom 20.11.2007). Im Urteilsfall nutzte der Unternehmensberater das häusliche Arbeitszimmer für die nebenberuflich ausgeübte Tätigkeit, vorwiegend für Besprechungen mit Auftraggebern und Freien Mitarbeitern. Die private Sphäre wurde vom Finanzgericht sogar mit der vorliegenden Tatsache bejaht, dass in dem Raum zwei auf 400-EUR-Basis festangestellte Mitarbeiter die anfallenden Büroarbeiten für den Kläger erledigten. Hinweis: Ein häusliches Arbeitszimmer liegt regelmäßig nicht vor, wenn ein Raum als Kanzlei eines Rechtsanwaltes oder Steuerberaters oder als Arztpraxis genutzt wird.