Gewerbesteuerfreiheit von Selbständigen

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes ist es mit dem Gleichheitssatz des Grundgesetzes vereinbar, dass die Einkünfte der freien Berufe, der sonstigen Selbständigen und der Land- und Forstwirte nicht der Gewerbesteuer unterliegen. Das Gleiche gilt darüber hinaus für die sog. Abfärberegelung, wonach die gesamten Einkünfte einer Personengesellschaft als Einkünfte aus Gewerbebetrieb gelten und damit der Gewerbesteuer unterliegen, wenn die Gesellschaft auch nur teilweise eine gewerbliche Tätigkeit ausübt (Geringfügigkeitsgrenze nach BFH bei 1,95 %). Hinweis: Zusätzlich hat das Bayerische Landesamt für Steuern eine Verfügung vom 11.07.2008 herausgegeben, die für die Unterscheidung, ob jemand künstlerisch und damit freiberuflich oder gewerblich tätig ist, die Notwendigkeit der Hinzuziehung eines Gutachters vorsieht.
 

Kindergeldanspruch für arbeitssuchendes Kind

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die Meldung eines volljährigen, aber noch nicht 21 Jahre alten Kindes als arbeitssuchend bei der Arbeitsvermittlung der Agentur für Arbeit wirkt nur drei Monate fort. Nach Ablauf dieser Frist muss sich das Kind erneut als Arbeitssuchender melden, da sonst der Kindergeldanspruch entfällt (BFH vom 19.06.2008). Hinweis: Um den Kindergeldanspruch zu sichern, sollte von vornherein nach Ablauf einer Dreimonatsfrist eine erneute Meldung als arbeitssuchend erfolgen.
 

Steuererklärungen nicht auf Diskette

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Steuererklärungen können zwar mittels ELSTER elektronisch via Internet an das Finanzamt übermittelt werden, die Abgabe einer Steuererklärung auf Diskette ist aber unzulässig. Steuererklärungen müssen nach § 150 AO grundsätzlich nach amtlich vorgeschriebenen Vordrucken abgegeben werden. Den Finanzämtern ist es jedoch nicht zuzumuten, die mit der Öffnung einer Diskette verbundenen Sicherheitsrisiken einzugehen (Finanzgericht des Saarlandes vom 07.02.2008).
 

Fahrtenbuch trotz kleiner Mängel anzuerkennen

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Das Urteil des Bundesfinanzhofes vom 10.04.2008 zeigt, dass Aufzeichnungen im Fahrtenbuch grundsätzlich vollständig und richtig sein müssen. Kleinere Mängel führen jedoch nicht zur Verwerfung des Fahrtenbuches und damit nicht zur Anwendung der 1 %-Regelung, wenn die Angaben insgesamt plausibel sind. Das Einrichten eines gesonderten Aufwandkontos ist nicht zwingend Voraussetzung für die Anerkennung der Ordnungsmäßigkeit. Hinweis: Das Urteil des Bundesfinanzhofs führt wahrscheinlich in der Zukunft zu Streitigkeiten, was unter kleineren Mängeln des Fahrtenbuches zu verstehen ist. Auf jeden Fall dürften Flüchtigkeitsfehler verzeihlich sein.