Sonderausgaben im Ausland tätiger Arbeitnehmer

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Das BMF hat mit Schreiben vom 11.12.2017 den Sonderausgabenabzug für Sozialversicherungsbeiträge im Ausland tätiger und in Deutschland wohnender Arbeitnehmer geregelt. Gem. gesetzlicher Regelung kommt ein Sonderausgabenabzug nur in Betracht, wenn diese nicht in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmen stehen. Hintergrund des Schreibens ist das EuGH-Urteil „Bechtel“. Demnach sind entgegen § 10 Abs, 2 Satz 1 Nr. 1 EStG Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. 1 Nr.2, 3 und 3 a EStG als Sonderausgaben zu berücksichtigen, wenn die Voraussetzungen vorliegen, die im genannten BMF Schreiben aufgeführt sind. Dies ist auch noch alle offenen Fälle anzuwenden.
 

Bewertung einer lebenslänglichen Nutzung

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Das Statistische Bundesamt wird im Jahr 2017 keine aktuelle Sterbetafel veröffentlichen. Aus diesem Grund sind die Vervielfältiger gem. den Vorschriften des Bewertungsgesetzes zur Berechnung des Kapitalwerts lebenslänglicher Nutzungen oder Leistungen, die nach der am 20.10.2016 veröffentlichten Sterbetafel des Bundesamtes ermittelt und mit BMF Schreiben vom 04.11.2016 bekanntgegeben wurden, auch für Bewertungsstichtage ab dem 01.01.2018 anzuwenden. (BMF Schreiben vom 28.11.2017)
 

Anrechnung der Gewerbesteuer

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Mit Urteil vom 20.03.2017 (Az. X R 62/14) hat der BFH zur Steuerermäßigung für gewerbliche Einkünfte einen Leitsatz aufgestellt. Dieses Urteil ist teilweise inhaltsgleich mit dem weiteren Urteil vom 20.03.2017 mit dem Aktenzeichen X R 12/15. Demnach gilt, dass die Begrenzung des Steuerermäßigungsbetrages nach § 35 Abs. 1 S. 5 EStG betriebsbezogen zu ermitteln ist.
 

Nachträglich festgesetztes Ruhegehalt

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Bei der aktuellen Entscheidung des BFH geht es um die Wirkung eines nachträglich herabgesetzten Ruhegehaltes. Der Gesellschafter-Geschäftsführer löst bei einem nachträglichen Verzicht auf eine wirksame Ruhegeldzahlung in der Regel eine verdeckte Einlage aus. Hätte auch ein vergleichbarer fremder Dritter den Verzicht vorgenommen, dann wäre die verdeckte Einlage ausnahmsweise ausgeschlossen. Der Verzicht auf die ergiebige Anwartschaft löst beim Gesellschafter einen Lohnzufluss in Höhe des Teilwerts aus. Für die Vergütung für mehrere Jahre kommt die Anwendung der Fünftelmethode in Betracht.