Handwerkerbonus 2020

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Privatleute können den Handwerkerbonus auch 2020 nach dem Einkommensteuergesetz geltend machen. Sie dürfen 20 Prozent der Kosten für Handwerkerleistungen in der Einkommensteuererklärung berücksichtigen. Der besondere Vorteil: Die Ausgaben für Modernisierung, Renovierung oder Erhaltung von Eigenheim oder Mietwohnung lassen sich direkt von der Steuerschuld abziehen. Die Höchstgrenze für den Abzug beträgt 1.200 Euro im Jahr – das wären Handwerkerrechnungen über insgesamt 6.000 Euro. Dafür müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein. Kosten für Neubaumaßnahmen können Privatleute ebensowenig steuerlich geltend machen wie Materialkosten. Nur reine Arbeitskosten beim Kunden, Fahrtkosten sowie das benötigte Verbrauchsmaterial wie Schrauben, Planen oder Klebebänder helfen beim Steuersparen. Berücksichtigung finden die Aufwendungen beim Handwerkerbonus auch 2020 im Jahr der Bezahlung. Und ansetzen lassen sich nur Rechnungen, die der Kunde per Überweisung bezahlt hat – Barzahlung steht dem Handwerkerbonus im Wege. Es lohnt sich beispielsweise, Teilaufträge zu vereinbaren und zu bezahlen. So kann ein Teil im laufenden Jahr und der zweite im Folgejahr steuerlich geltend gemacht werden.
 

Elterngeld: Provisionen

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Als sonstige Bezüge im Lohnsteuerabzugsverfahren angemeldete Provisionen können gleichwohl als laufender Arbeitslohn das Elterngeld erhöhen, wenn die Bindungswirkung der Anmeldung für die Beteiligten des Elterngeldverfahrens weggefallen ist, so das BSG mit einem aktuellen Urteil. Das BSG hat die Revision des beklagten Freistaats zurückgewiesen. Die der Klägerin in den arbeitsvertraglich vereinbarten Lohnzahlungszeiträumen regelmäßig und lückenlos gezahlten Provisionen seien materiell steuerrechtlich als laufender Arbeitslohn einzustufen. Die anderslautende Lohnsteueranmeldung der Arbeitgeberin stehe nicht entgegen. Diese binde zwar grundsätzlich die Beteiligten im Elterngeldverfahren. Dies gilt laut BSG jedoch nicht, wenn ihre Regelungswirkung weggefallen ist, weil sie – wie hier aufgrund eines nachfolgenden Einkommensteuerbescheids.
 

Medizinische Analysen

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Der BFH stellt in einem Nachfolgeurteil klar, dass medizinische Analysen eines Facharztes für klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik steuerfrei sein können. Das Bestehen eines Vertragsverhältnisses zwischen Arzt und Patient ist keine Voraussetzung für die Steuerbefreiung einer Stetigkeit im Rahmen einer Heilbehandlung.
 

Erlass von Nachzahlungszinsen

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Der BFH hat sich zur Erhebung von Nachzahlungszinsen aktuell geäußert. Danach ist die Ergebung von Nachforderungszinsen nicht allein deshalb sachlich unbillig, weil die Änderung des Steuerbescheides erst nach Ablauf von 13 Monaten nach Erlass des Grundlagenbescheides erfolgt. Einwendungen gegen die Verfassungsmäßigkeit der gesetzlichen Zinshöhe sind vorrangig im Rechtsbehelfsverfahren gegen die Zinsfestsetzung und nicht im Erlassverfahren geltend zu machen.