Finanzartikel mit Schlagwort: ‘sonderausgaben’

Kinderbetreuungskosten

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die Finanzverwaltung hat mit BMF-Schreiben vom 14.03.2012 ausführlich zur steuerlichen Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten ab dem Veranlagungsjahr 2012 Stellung genommen. Die Unterscheidung nach erwerbsbedingten und nicht erwerbsbedingten Kinderbetreuungskosten ist entfallen. Ab dem Veranlagungsjahr 2012 sind Kinderbetreuungskosten einheitlich als Sonderausgaben bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 EUR je Kind und Jahr abziehbar. Für die Berücksichtigung bei außersteuerlichen Rechtsnormen wird aber, wie bisher, eine Berücksichtigung vorgenommen. Unverändert bleiben die Anforderungen an den Nachweis der Kinderbetreuungskosten. So können weiterhin nur unbare Zahlungen mit entsprechenden Belegen = Rechnungen mit maximal 2/3 der Anforderungen berücksichtigt werden.
 

Gesetzliche Regelungen zu Erstausbildungskosten

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Der Gesetzgeber beabsichtigt eine Klarstellung bezüglich der Rechtsprechung des BFH in Bezugnahme auf Erstausbildungskosten. Im Wesentlichen ist dies eine Nichtanwendungs-Gesetzgebung der höchstrichterlichen Entscheidungen. In den Urteilen des BFH wurden Aufwendungen für die erstmalige Berufsausbildung oder das Erststudium als Werbungskosten zugelassen entgegen der bisherigen gesetzlichen Regelungen, die nur den Abzug im Wege der Sonderausgaben vorsieht. Rückwirkend für Veranlagungszeiträume ab 2004 sollen die Erstausbildungskosten als Sonderausgaben dargestellt werden. Damit ist ein Abzug als vorweggenommene Werbungskosten nicht mehr möglich. Der Gesetzesentwurf wurde am 27.10.2011 vom Bundestag angenommen. Die Zustimmung des Bundesrats ist für den 25.11.2011 vorgesehen. Durch die gesetzlichen Ergänzungen wäre in Zukunft die Nichtabzugsfähigkeit der Erstausbildungskosten als Betriebsausgaben oder Werbungskosten festgelegt.
 

Krankenversicherungsbeiträge von Kindern

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die Verfügung der OFD Magdeburg vom 03.11.2011 stellt klar, dass die im Rahmen der Unterhaltsverpflichtung getragenen eigenen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung eines steuerlich zu berücksichtigenden Kindes als eigene Beiträge des Steuerpflichtigen (Eltern) gelten. Zu beachten ist dabei aber, dass die Beiträge nur insgesamt einmal steuerlich geltend gemacht werden dürfen. Beantragen die Eltern den Abzug der Kranken- und Pflegeversicherung des Kindes in voller Höhe als Sonderausgaben, kann das Kind diese Beiträge in seiner Steuererklärung nicht mehr ansetzen. Der Abzug der Beiträge darf aber zwischen Eltern und Kind aufgeteilt werden, soweit nachvollziehbare Kriterien vorliegen. Ob die Eltern tatsächlich die Versicherungsbeiträge bezahlt haben, ist für den Sonderausgabenabzug ohne Bedeutung. Ausreichend ist, wenn die Unterhaltsverpflichtung der Eltern durch Sachleistungen erfüllt wurde (z. B. Unterhalt und Verpflegung). Die eigenen Einkünfte des Kindes kürzen den Sonderausgabenabzug hierbei nicht.
 

Altersvorsorgeaufwendungen verfassungsgemäß

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die im zeitlichen Geltungsbereich des Alterseinkünftegesetzes geleisteten Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen sind als Sonderausgaben nur beschränkt abziehbar. Der BFH bestätigte in mehreren Urteilen, dass hiergegen keine verfassungsrechtlichen Bedenken bestehen. Ebenso ist nach Meinung des BFH die Verfassungsmäßigkeit der Regelung über die Abziehbarkeit von sonstigen Vorsorgeaufwendungen bestätigt (BFH-Urteil vom 18.11.2009, veröffentlicht am 13.01.2010).