Finanzartikel mit Schlagwort: ‘Reisekosten’

Steuerliche Behandlung von Reisekosten

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Mit einem ergänzendem Schreiben hat die Finanzverwaltung auf Zweifelsfälle reagiert, die im neuen Reisekostenrecht zwischenzeitlich aufgetreten sind. Klargestellt wurde, was unter dauerhaft im Bezug auf eine erste Tätigkeitsstätte zu verstehen ist. Auch zum weiträumigen Tätigkeitsgebiet werden Aussagen getroffen. Das neue Reisekostenrecht kommt seit 2014 zur Anwendung und hat u. A. auch die Möglichkeit geschaffen, dass beim Kunden eine erste Tätigkeitsstätte gegeben sein kann. Das Ergebnis ist, dass in solchen Fällen nur noch die Entfernungspauschale zur Anwendung kommen kann.
 

Pauschaler km-Satz bei Reisekosten

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die Finanzverwaltung hat nun mit einer Allgemeinverfügung alle am 27.02.2014 anhängigen Einsprüche zurück gewiesen, die sich gegen den pauschalen Kilometersatz bei Reisekosten richten. Die Anwendung der 0,30 EUR-Pauschale je gefahrenen Kilometer verstoße nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz. Hintergrund dieser Einsprüche war die Frage, ob ein höherer Kilometersatz wie z. B. im öffentlichen Dienst grundsätzlich für den Betriebsausgaben- oder Werbungskostenabzug zulässig ist. Mit Verweis auf ein Urteil des BFH aus dem Jahr 2011 sieht die Finanzverwaltung für Einsprüche diesbezüglich keine Veranlassung.
 

Reisekosten bei Versetzung

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die Versetzung eines Beamten wurde vom BFH in seinem Urteil vom 08.08.2013, veröffentlicht am 28.11.2013, nicht als regelmäßige Arbeitsstätte beurteilt und brachte dem Arbeitnehmer den Reisekostenansatz. Der Beamte wurde nach den beamtenrechtlichen Kriterien zunächst für drei Monate abgeordnet und dann versetzt. Die Versetzung war auf einen voraussichtlichen Zeitpunkt begrenzt für drei Jahre festgelegt worden. Obwohl nach beamtenrechtlichen Kriterien eine nicht nur vorübergehende Tätigkeit durch die Versetzung vorlag, beurteilte das oberste Gericht den Fall im Sinne des Steuerrechts als vorübergehend. Der Beamte konnte damit die tatsächlichen Kosten für die Fahrten ansetzen und nicht nur die Entfernungspauschale. Im derzeitigen Reisekostenrecht gibt es keine Vorgabe n zur zeitlichen Frage von befristeten Abordnungen oder Versetzungen.
 

Rettungsassistent und Reisekosten

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Arbeitnehmer ohne regelmäßige Arbeitsstätte können Aufwendungen für ihre berufsbedingten Fahrten und für Verpflegung nun mehr uneingeschränkt im Rahmen einer Auswärtstätigkeit geltend machen. So kann ein Rettungsassistent nach Auffassung des BFH nicht mehrere regelmäßige Arbeitsstätten nebeneinander haben (z. B. Rettungswachen und Notarztwagen). Zur Bestimmung der regelmäßigen Arbeitsstätte kommt es zum einen auf die zentrale Bedeutung einer Tätigkeitstätte gegenüber anderen Tätigkeitsstätten an und zum anderen ist der inhaltliche und qualitative Schwerpunkt der Tätigkeit maßgebend. Sofern Abgrenzungsprobleme bestehen, sollte dem Finanzamt eine Bestätigung des Arbeitgebers vorgelegt werden, auf der dieser bescheinigt, an welchem Ort der Tätigkeitsmittelpunkt des Arbeitnehmers liegt. Die geänderte Rechtsprechung zum Begriff „die regelmäßige Arbeitsstätte“ ist in allen noch offenen Fällen anzuwenden.