Finanzartikel mit Schlagwort: ‘privatnutzung’

Privatnutzung beim Kleinunternehmer

Geschrieben von Redaktion am in Umsatzsteuer - Vorschriften

Unternehmer, die bestimmte Umsatzgrenzen nicht überschreiten, sind Kleinunternehmer nach § 19 UStG. Es muss weder Umsatzsteuer abgeführt werden noch besteht die Berechtigung, Vorsteuern in Ansatz zu bringen. Hierbei wird der maßgebliche Umsatz nach vereinnahmten Entgelten bemessen; gekürzt werden die darin enthaltenen Umsätze von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens. Nach einer Entscheidung des BFH (veröffentlicht am 11.01.2012) ist bei der Berechnung des Gesamtumsatzes die private Verwendung nicht zu berücksichtigen. Im Urteilsfall wurde die private Nutzung des Pkws, der dem Betriebsvermögen zugeordnet war, nicht bei der Berechnung der maßgeblichen Umsatzgrenze einbezogen.
 

Privatnutzungswert mit 1 %-Regelung bei bereits abgeschriebenen Kfz

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Nach einem Urteil des Finanzgerichts Köln ist die Anwendung der 1 %-Regelung auch dann zutreffend, wenn bei einem abgeschriebenen Kraftfahrzeug letztlich nur die Kostendeckelung zur Anwendung kommt. Sind die Gesamtaufwendungen für ein Kfz nur geringfügig höher als der anzusetzende 1% – Wert für die Privatnutzung, führt dies nicht zu einer unzutreffenden Besteuerung. Nach Aussage des Finanzgerichts steht jedem Steuerpflichtigen im Einzelnen offen, seinen tatsächlichen Aufwand durch Führung eines ordnungsgemäßen Fahrtenbuchs zu ermitteln.
 

Vertragswidrige Privatnutzung des Dienstwagens

Geschrieben von Redaktion am in Lohnabrechnung und Gehalt

Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 23.01.2008 liegt eine verdeckte Gewinnausschüttung vor, wenn ein Gesellschafter-Geschäftsführer den Dienstwagen für private Zwecke nutzt, obwohl er nach dem Anstellungsvertag dazu nicht berechtigt war. Im Urteilsfall konnte der betreffende Gesellschafter-Geschäftsführer nicht darlegen, dass er die Vertragsvereinbarung auch tatsächlich eingehalten hatte (z. B. durch Vorlage eines Fahrtenbuchs). Im vorliegenden Fall wurde letztlich nicht nur die 1 %-Methode zur Anwendung gebracht, sondern nach Fremdvergleichsgrundsätzen mit dem höheren gemeinen Wert zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlags der Vorteil bemessen.