Finanzartikel mit Schlagwort: ‘pauschalsteuer’

Pauschalsteuer für Geschenke

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Sofern Geschenke an fremde Dritte, wie an Geschäftspartner oder Kunden über 35 EUR pro Jahr und Person betragen, können diese pauschal besteuert werden. Die Pauschalsteuer ist mit 30 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer abzuführen, damit der Beschenkte keine Einnahmen zu versteuern hat. Trotz Vornahme der Pauschalbesteuerung wird das Geschenk aber nicht zum Abzug zugelassen. Dies betrifft auch die bezahlte Pauschalsteuer. Nun sind jedoch zur Frage der Abzugsfähigkeit als Betriebsausgabe erhebliche Zweifel aufgetreten. In ähnlichen Fällen sollte sich der Unternehmer auf ein anhängiges Verfahren vor dem niedersächsischen Finanzgericht (Az. 10 K 252/13) berufen und Verfahrensruhe bis zur erwarteten Entscheidung im Dezember diesen Jahres beantragt werden.
 

Pauschalsteuer auf Aufmerksamkeiten

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Die Finanzverwaltung überdenkt eine Vereinfachungsregelung zur Pauschalierung der Einkommensteuer bei Sachzuwendungen. Es soll die für Sachbezüge für Arbeitnehmer unter 40 EUR geltende Begünstigung auch für Zuwendungen des Steuerpflichtigen an Dritte gelten. Mit einer Rundverfügung vom 10.10.2012 schafft die OFD Frankfurt so eine deutliche Erleichterung für die Praxis. Bei Arbeitnehmern sind bloße Aufmerksamkeiten, deren Wert 40 EUR brutto nicht übersteigen und aus besonderem Anlass überreicht werden, nicht in die Bemessungsgrundlage der Pauschalsteuer einzubeziehen. Damit entfallen künftig bei der Ausübung des Wahlrechts die Kosten für die Pauschalsteuer bei Kleinstgeschenken, wie beispielsweise Blumensträußen, die ein Unternehmer einer Vielzahl von Kunden zu deren Geburtstagen schenkt. Insoweit sollte auch bei Betriebsprüfungen bei Zuwendungen unter 40 EUR an Dritte keine Kontrollmitteilung mehr veranlasst werden.
 

Abwälzung von Pauschalsteuern

Geschrieben von Redaktion am in Lohnabrechnung und Gehalt

Nach der Entgeltbescheinigungsrichtlinie muss ab 2010 die Lohnsteuer, die auf den Arbeitnehmer abgewälzt wird, das Gesamt-Brutto mindern. Die bisherige Behandlung der abgewälzten Pauschalsteuer als Netto-Abzug ist nicht mehr zulässig. Nun sind Pauschalsteuern im Bruttoteil der Abrechnung der Brutto-/Netto-Bezüge als Steuer- und sozialversicherungsfreie Lohnart, die ins Gesamt-Brutto einfließt, auszuweisen. Betroffen sind Pauschalsteuern aus betrieblicher Altersvorsorge, geringfügiger Beschäftigung, Erholungsbeihilfen, Fahrtkosten, ZVK und VBLU im Öffentlichen Dienst.