Finanzartikel mit Schlagwort: ‘nachzahlungszinsen’

Nachzahlungszinsen Umsatzsteuer

Geschrieben von Redaktion am in Umsatzsteuer - Vorschriften

Der BFH lehnt in seinem Beschluss vom 21.05.2010 einen Erlass von Nachzahlungszinsen zur Umsatzsteuer ab, wenn diese durch eine fehlerhafte umsatzsteuerliche Beurteilung des Unternehmers entstanden sind. Eine fehlerhafte Behandlung liegt vor, wenn der Unternehmer seine Ausgangsumsätze irrtümlich als umsatzsteuerpflichtig angesehen und deshalb Vorsteuer in Anspruch genommen hat. Korrigiert der Unternehmer seine Ausgangsrechnungen und damit auch seinen Vorsteuerabzug, kommt es zu einer Zinsnachzahlung, weil sich die Berichtigung des Vorsteuerabzugs bereits im Jahr des Leistungsempfangs auswirkt. Die Berichtigung des Ausgangsumsatzes aber erfolgt erst im Jahr der Berichtigung. Nach Ansicht des BFH hat der Gesetzgeber gewollt, dass sich die Berichtung der Ausgangs- und Eingangsumsätze zu unterschiedlichen Zeitpunkten auswirken.
 

Nachzahlungszinsen im Sinne der AO

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Zinsen, die der Steuerpflichtige an das Finanzamt zahlt (Nachzahlungszinsen), gehören zu den nichtabziehbaren Ausgaben. Dies beruht auf einer Gesetzesänderung aus dem Jahr 1999. Der BFH entschied nun, dass die Nichtabziehbarkeit zwar rechtmäßig ist, dass dies aber dazu führen muss, dass Zinsen im umgekehrten Sinne steuerfrei bleiben. Der Gesetzgeber vertritt die Auffassung, dass bezahlte Nachzahlungszinsen der Finanzverwaltung als Einkünfte aus Kapitalvermögen steuerpflichtig angesetzt werden müssen. Der BFH verweist auf den Grundsatz der steuerlichen Symmetrie und weist darauf hin, dass dies nicht für Steuerarten gelte, die ihrerseits bei der Einkommensteuer verrechnet werden (etwa die Gewerbesteuer).
 

Nachzahlungszinsen vermeiden

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Für die Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer beginnt der Zinslauf für Nachzahlungen des Jahres 2006 am 01. April 2008. Ist die Steuererklärung noch nicht an das Finanzamt eingereicht oder die Steuerschuld noch nicht bekannt, kann durch Steuer-Vorauszahlungen eine Erhebung von Nachzahlungszinsen vermieden werden. Als Verwendungszweck für die Zahlung an die Finanzkasse muß dringend in etwa „VZ Steuerschuld 2006 zur Vermeidung von Zinsen“ angegeben werden. Sollte ohne Verwendungszweck bezahlt werden, kann das Finanzamt keine eindeutige Zuordnung treffen und die Vorauszahlung könnte nicht greifen und es würden unter Umständen trotzdem Zinsen bei der Veranlagung anfallen.