Finanzartikel mit Schlagwort: ‘Kleinunternehmerregelung’

Verzicht auf Kleinunternehmer

Geschrieben von Redaktion am in Umsatzsteuer - Vorschriften

Nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens kann auf die Kleinunternehmerregelung (die Umsätze werden bei Nichtüberschreiten bestimmter Umsatzgrenzen nicht mit Umsatzsteuer belastet) noch verzichtet werden. Der BFH hat bezüglich der Befugnis nun im Urteil vom 20.12.2012 Stellung genommen. Das Finanzamt hat die im Insolvenzverfahren ausgeübte Option durch den Insolvenzverwalter mangels Zuständigkeit versagt. Der BFH entschied, dass die Befugnis dem Insolvenzverwalter zustehe. Er übt dieses Recht für das gesamte Unternehmen des Insolvenzschuldners aus. Durch den Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung erreicht das Unternehmen den Anspruch auf Vorsteuerabzug.
 

Kleinunternehmerregelung

Geschrieben von Redaktion am in Umsatzsteuer - Vorschriften

Die private Verwendung eines teilweise unternehmerisch genutzten Gegenstandes ist als unentgeltliche Wertabgabe steuerbar, wenn dieser Gegenstand dem Unternehmen vollständig zugeordnet worden ist und die unternehmerische Verwendung zum vollen oder teilweisen Vorsteuerabzug berechtigt hat. Ist der Unternehmer als Kleinunternehmer nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt, findet die Besteuerung der unentgeltlichen Wertabgabe keine Anwendung. Folglich ist bei der Berechnung des Gesamtumsatzes für die Kleinunternehmerregelung eine unentgeltliche Wertabgabe nicht hinzuzurechnen. Sollte der Kleinunternehmer den teilunternehmerisch verwendeten Gegenstand erworben haben, als er noch keine Kleinunternehmerregelung angewendet hat, entfällt ebenfalls die Berechnung der unentgeltlichen Wertabgabe für den Gesamtumsatz des Kleinunternehmers. Dagegen ist die unentgeltliche Wertabgabe in den Gesamtumsatz einzubeziehen, wenn ein Regelbesteuerer den Gesamtumsatz des vorangegangen Jah res ermittelt und die unentgeltliche Wertabgabe im vorangegangenen Kalenderjahr steuerbar war.