Finanzartikel mit Schlagwort: ‘Investitionsabzugsbetrag’

Verzinsung bei rückwirkendem Ereignis

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Das FG Hamburg hat in einer rechtskräftigen Entscheidung darauf hingewiesen, dass die Verzinsung nach § 233 a AO mit Eintritt des rückwirkenden Ereignisses beginnt. Im Falle des Investitionsabzugsbetrages nach § 7 g EStG beginnt die Verzinsung, wenn feststeht, dass die Investition nicht mehr getätigt wird. Nicht entscheidend dabei ist die Kenntnis des Finanzamtes. Auch der Zeitpunkt der Änderung der Steuerbescheide hat dabei keine Bedeutung. Das Finanzgericht weist darauf hin, dass ansonsten der Steuerpflichtige die Verzinsung verzögern könnte, was nicht im Sinne der Steuergerechtigkeit verstanden werden kann.
 

Aufstockung des Investitionsabzugsbetrages

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Am 12.11.2014 hat der BFH entschieden, dass ein im Vorjahr gebildeter Investitionsabzugsbetrag für ein bestimmtes Wirtschaftsgut in einem Folgejahr aufgestockt werden kann. Innerhalb des dreijährigen Investitionszeitraums kann damit bis zum gesetzlichen Höchstbetrag eine Aufstockung erfolgen. Dies entspricht nicht der Auffassung der Finanzverwaltung, im diesbezüglichen BMF-Schreiben vom November 2013 wird der Abzug nur im Abzugsjahr in entsprechender Höhe zugelassen.
 

Investitionsabzugsbetrag bei zwei Betrieben

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Der BFH hat in seinem Urteil vom 19.03.2014 bestätigt, dass ein Investitionsabzugsbetrag auch dann möglich ist, wenn das Wirtschaftsgut in zwei Betrieben desselben Unternehmers eingesetzt wird. Grundvoraussetzung ist aber, dass das betreffende Wirtschaftsgut in Summe nicht mehr als 10 % privat genutzt wird. Der BFH führt aus, dass die Betriebe organisatorisch eng miteinander verbunden sein müssen, wie z. B. die gewerbliche Betätigung für Zwecke der Land- und Forstwirtschaft wie im Urteilsfall. Die Größenmerkmale als Voraussetzung für den Abzug des IAB müssen in allen Betrieben insgesamt eingehalten werden.
 

Verbindliche Bestellung bei IAB

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Nach einer Pressemitteilung vom 22.08.2012 teilt der BFH mit, dass die Nachweispflichten für Betriebsgründer, die einen Investitionsabzugsbetrag geltend machen wollen, erleichtert wurden. Bei noch in Gründung befindlichen Betrieben ist zwar eine strenge Prüfung der Investitionsabsicht erforderlich. Die verbindliche Bestellung als Nachweis muss jedoch im Rahmen des IAB nicht mehr vorgelegt werden. Der BFH führt aus, dass die verbindliche Bestellung der wesentlichen Betriebsgrundlagen nur für die frühere Ansparrücklage Anwendung findet. Besonders für Betreiber für Photovoltaikanlagen ist dies eine günstige Rechtsprechung. Den IAB können derartige Betreiber nun bereits ansetzen, obwohl die Anlage noch nicht verbindlich bestellt wurde. Die spätere Durchführung der Investition muss aus anderen Gründen jedoch absehbar sein.