Finanzartikel mit Schlagwort: ‘erhaltungsaufwand’

Erneuerung Einbauküche

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Mit Urteil vom 03.08.2016 (Az. IX R 14/15) hatte der BFH entschieden, dass die Aufwendungen für die vollständige Erneuerung einer Einbauküche in einem vermieteten Objekt grundsätzlich nicht sofort als Werbungskosten abzugsfähig sind. Die Kosten sind viel mehr im Rahmen der Abschreibung über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zu berücksichtigen. An dieser Rechtsauffassung hält der BFH nun nicht mehr fest. Die Grundsätze des genannten Urteils sind in allen offenen Fällen anzuwenden. Bei Erstver-anlagungen bis einschl. Veranlagungszeitraum 2016 kann auf Antrag des Steuerpflichtigen die bisherige Rechtsprechung angewendet werden, wonach die Spüle und der Herd als sofort abzugsfähiger Erhaltungsaufwand abziehbar sind. (BMF Schreiben vom 16.05.2017)
 

Nachträgliche Herstellungskosten / Erhaltungsaufwand

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Der BFH hat am 14.08.2013 sein Urteil vom 15.05.2013 veröffentlicht, wobei nachträgliche Herstellungskosten bei Vergrößerung der Flächen grundsätzlich vorliegen. Neben Anbau und Aufstockung führt auch die Vergrößerung der nutzbaren Fläche zu nachträglichen Herstellungskosten. Im Urteilsfall wurde zwar nur geringfügig vergrößert (Satteldach statt Flachdach), trotzdem wurde kein Erhaltungsaufwand zum Sofortabzug zugelassen. Auf die tatsächliche Nutzung kommt es nicht an. Auch auf den etwa noch erforderlichen finanziellen Aufwand für eine Fertigstellung für Wohnungszwecke kann keine Rücksicht genommen werden. Zum Begriff der nutzbaren Fläche gehört nicht nur die reine Wohnfläche eines Gebäudes, sondern auch Zubehörräume. Durch den Dachumbau ist es im Streitfall zu einer Erweiterung des Gebäudes gekommen.
 

Beiträge zur Instandhaltungsrücklage

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Erst wenn Beiträge zur Instandhaltungsrücklage tatsächlich für Erhaltungsaufwendungen ausgegeben werden, können diese als Werbungskosten berücksichtigt werden. Dies hat der BFH nun erneut in seinem Urteil vom 09.12.2008 entschieden. Gerade bei Veräußerung von Wohnungen sollte dieser Umstand bei der Kaufpreisermittlung einbezogen werden, da in Höhe der noch nicht verwendeten Beiträge zur Instandhaltungsrücklage der Werbungskostenabzug auf den Erwerber übergeht. Es war erwartet worden, dass der BFH seine bisherige Rechtsprechung aufgrund des geänderten Wohnungseigentumsgesetzes ändern wird. Dies ist leider nicht der Fall.