Finanzartikel mit Schlagwort: ‘erbschaftsteuer’

Erbschaftsteuer: Wieder im Vermittlungsausschuss

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die beschlossene Erbschaftsteuerreform muss im Vermittlungsausschuss nachverhandelt werden. Am 24.06.2016 wurden neue Regeln für das Vererben von Unternehmen beschlossen. Wenn Firma und Arbeitsplätze erhalten werden, dann soll der Erbe auch nicht mit Erbschaftsteuer belastet werden. Künftig gibt es im höheren Vermögensbereich deutliche Einschränkungen. So muss geprüft werden, ob die Steuer aus dem Privatbereich bezahlt werden könnte. Ab 90 Millionen Euro gibt es auch keine Verschonungsregel mehr. Die Zustimmung des Bundesrates ist rückwirkend zum 01.07.2016 des in Kraft tretenden Gesetzes zwingend erforderlich. Die Einnahmen aus der Erbschaftsteuer stehen ausschließlich den Ländern zu, das sind ca. 5,5 Milliarden Euro jährlich.
 

Freibeträge bei der Erbschaftsteuer

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Die derzeit festgelegten Freibeträge bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer sind nach Auffassung des EuGH europarechtswidrig. Der EuGH bemängelt in seinem Urteil vom 04.09.2014, dass Gebietsfremde beim Erwerb von Grundstücken höher besteuert werden als Inländer. Damit wird eine Wertminderung des Nachlasses oder der Schenkung bewirkt, was gegen die Kapitalverkehrsfreiheit verstößt. Die deutschen Rechtsvorschriften müssen daher geändert werden.
 

Wachstumsbeschleunigungsgesetz in Kabinett beschlossen

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Der Entwurf enthält eine Reihe steuerlicher Maßnahmen, die zum 01.01.2010 in Kraft treten sollen: Die Zinsschranke soll dauerhaft mit der höheren Freigrenze von 3 Mio. EUR weitergeführt werden. Bei der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung sollen Miet- und Pachtzinsen nicht mehr zu 65 %, sondern nur noch zu 50 % in die Steuerbemessungsgrundlage eingehen. Die Regelung zur Sofortabschreibung von Wirtschaftsgütern wird mit 410 EUR wieder eingeführt. Alternativ gibt es künftig ein Wahlrecht zur Bildung eines Sammelpostens für alle Wirtschaftsgüter zwischen 150 und 1.000 EUR. Im Hotel- und Gastronomiegewerbe wird bei Beherbergungsleistungen der MwSt-Satz auf 7 % herabgesetzt. Bei der Erbschaftsteuer führen niedrigere Steuersätze für Geschwister und Kinder von Geschwistern zu Entlastungen; außerdem werden bei der Erbschaftsteuer Erleichterungen auch bei der Unternehmensnachfolge durch eine neue Lohnsummenregelung und beim Behaltenszeitraum erreicht. Des Weiteren wird eine Erhöhung des Kindergeldes pro Kind um 20 EUR und Anhebung des Kinderfreibetrages auf 7.008 EUR geplant.
 

Unternehmensnachfolge bei der Erbschaftsteuer

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Zukünftig wird es für Erben von Firmen und Unternehmen zwei verschiedenen Optionen geben, deren Wahl bindend ist und nicht nachträglich geändert werden kann. Zum einen wäre die 1. Option: Erben, die den ererbten Firmenbetrieb sieben Jahre fortführen, werden von der Besteuerung von 85 % des übertragenen Betriebsvermögens verschont. Hierfür ist Voraussetzung, dass die Lohnsumme nach sieben Jahren nicht weniger als 650 % der Lohnsumme zum Erbzeitpunkt beträgt. Daneben darf der Erbanteil des Verwaltungsvermögens am betrieblichen Gesamtvermögen höchstens 50 % betragen. Letzlich gibt es wie erwähnt die 2. Option: Firmenerben, die das ererbte Unternehmen 10 Jahre fortführen, werden komplett von der Erbschaftsteuer verschont. Hierfür ist Voraussetzung, dass die Lohnsumme nach zehn Jahren nicht weniger als 1000 % der Lohnsumme zum Erbzeitpunkt beträgt. Zusätzlich darf der Anteil des Verwaltungsvermögens am betrieblichen Gesamtvermögen höchstens 10 % betragen.