Finanzartikel mit Schlagwort: ‘entfernungspauschale’

Entfernungspauschale und Falschbetankung

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Die Entfernungspauschale beinhaltet grundsätzlich alle Aufwendungen, die für die Fahrt Wohnung Arbeitsstätte entstehen. Daneben sind lediglich Unfallkosten auf dem Weg zur Arbeitsstätte abziehbar. Ob auch andere außergewöhnliche Aufwendungen mit der Entfernungspauschale abgedeckt sind, hat nun der BFH in einer aktuellen Entscheidung beurteilt.

Im Urteilsfall vom 20.03.2014 ging es um die Kosten einer Falschbetankung. Der BFH sah auch diese zusätzlichen Kosten auf dem Weg Wohnung – Arbeitsstätte als mit der Entfernungspauschale abgegolten.
 

Entfernungspauschale bei Dreiecksfahrten

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Grundsätzlich liegen auf dem Weg zur Arbeitsstätte die Voraussetzungen zum Ansatz der Entfernungspauschale vor. Wird die Einzelfahrt von der Wohnung zur Arbeitsstätte durch einen Kundenbesuch unterbrochen, ist ebenfalls die Entfernungspauschale anzusetzen. Für die Teilstrecken, die direkt beim Kunden beginnen oder enden, ist der Reisekostenansatz gegeben.

Für die unmittelbare Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte setzte die Finanzverwaltung nur die hälftige Entfernungspauschale an (0,15 EUR je Entfernungskilometer). Das Gericht gewährte dem Kläger für diese Teilstrecken die volle Entfernungspauschale mit 0,30 EUR mit der Begründung, dass das Gesetz unabhängig vom Aufwand eine Pauschalregelung mit Abgeltungswirkung vorsehe. Es ist Revision beim BFH unter dem Aktenzeichen VIII R 12/13 anhängig.
 

Entfernungspauschalen – Neues Anwendungsschreiben

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Das BMF hat am 03.01.2013 ein neues Anwendungsschreiben zur Entfernungspauschale herausgegeben. Dabei wurde auf die Neuregelung im Wege des Steuervereinfachungsgesetzes 2011 reagiert. In zahlreichen Beispielen zeigt die Finanzverwaltung die Anwendung der neuen Entfernungspauschale. Dabei wird u. a. berücksichtigt, dass die Günstigerprüfung zwischen der Pauschale und dem tatsächlich gezahlten Aufwand nur noch für das gesamte Kalenderjahr vorgenommen werden kann. Im Jahr 2011 und früher konnte noch die jeweilige Teilstrecke berechnet werden. Damit war in den Vorjahren eine Gegenüberstellung der Entfernungspauschale für die Teilstrecke mit dem tatsächlich gezahlten Aufwand für diese Teilstrecke möglich gewesen. Ab dem Jahr 2012 ist die neue Rechts lage zwingend anzuwenden.
 

Kritik bei neuer Entfernungspauschale

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Der Gesetzesentwurf für ein Steuervereinfachungsgesetz 2011 sieht u. a. vor, dass für die Gegenüberstellung der Entfernungspauschale mit den tatsächlichen Kosten für öffentliche Verkehrsmittel künftig nur noch jahresbezogen eine Überprüfung stattfindet. Die Vergleichsrechnung für Entfernungspauschale und tatsächliche Kosten wird derzeit tageweise und nach Streckenabschnitten getrennt vorgenommen. Dies führt nach Aussage der Bundesregierung zu sehr komplexen Berechnungen und umfangreichen Sachverhaltsermittlungen. Die Berechnungen können nach Aussage der Bundesregierung zudem nur für einige wenige Steuerpflichtige zu einem günstigeren Ergebnis bei der Ermittlung der abziehbaren Werbungskosten führen. Die neue jahresbezogene Überprüfung sei eine einfachere und transparentere Alternative im Massenverfahren „Besteuerung von Arbeitnehmereinkünften“.