Finanzartikel mit Schlagwort: ‘doppelte haushaltsführung’

Doppelte Haushaltsführung

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Gem. den gesetzlichen Regelungen des Einkommensteuergesetzes ist Voraussetzung für das Vorliegen einer doppelten Haushaltsführung, dass der Ort des eigenen Hausstandes und des Beschäftigungsortes auseinanderfallen. Beschäftigungsort ist dabei nicht die jeweilige politische Gemeinde, sondern der Bereich, welcher zu der konkreten Anschrift der Arbeitsstätte noch als Einzugsgebiet anzusehen ist. Deshalb wohnt ein Arbeitnehmer dann am Be-schäftigungsort, wenn er von seiner Wohnung, ungeachtet von Gemeinde- und Landesgrenzen seine Arbeitsstätte in zumutbarer Weise täglich aufsuchen kann. Dahingehend ist auch nicht alleine die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ausschlaggebend.
 

Doppelte Haushaltsführung

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Der BFH hat seine Rechtsprechung zum Lebensmittelpunkt bei doppelter Haushaltsführung mit dem Urteil vom 08.10.2014 fortgeführt. Der Steuerpflichtige lebte einen weitaus überwiegenden Teil des Jahres mit der Lebensgefährtin an der Zweitwohnung vor Ort an der Tätigkeitsstätte. Nach Auffassung des BFH verlagert sich der Lebensmittelpunkt, wenn eine gemeinsame Wohnung vor Ort unterhalten wird, die nach Ausstattung und Größe als familiengerechte Wohnung genutzt wird. Dies gilt selbst dann, wenn die Wohnung am bisherigen Lebensmittelpunkt beibehalten wird.
 

Doppelte Haushaltsführung

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Der BFH hat in einer Entscheidung vom 18.04.2013 festgehalten, wie Familienheimfahrten bei der doppelten Haushaltsführung geltend gemacht werden können. Es sind nach Aussage des Gerichts die Grundsätze der Entfernungspauschale anzuwenden, die völlig unabhängig von der Frage, ob Kosten entstanden sind, angesetzt werden kann. Danach kann ein Arbeitnehmer die Entfernungspauschale auch dann ansetzen, wenn er als Beschäftigter der Bahn keine Aufwendungen trägt. Wurde vom Arbeitgeber ein Firmenwagen zur Verfügung gestellt und die Familienheimfahrten einmal wöchentlich zutreffend nicht versteuert, ist jedoch kein Werbungskostenabzug möglich. Werden Erstattungen des Arbeitgebers zu den Familienheimfahrten vorgenommen, müssen die Ansätze ebenso entsprechend gekürzt werden.
 

Doppelte Haushaltsführung

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

In einem Verfahren beim Finanzgericht Düsseldorf widerspricht das Gericht der Auffassung der Finanzverwaltung bei der Anerkennung von Verpflegungsmehraufwendungen in sogenannten Wegverlegungsfällen. Im Urteilsfall wurde die bisherige Hauptwohnung am Beschäftigungsort beibehalten. Der Hauptwohnsitz wurde verlegt. Für die ersten drei Monate nach Wegverlegung des Hauptwohnsitzes wurden Verpflegungsmehraufwendungen angesetzt. Dem widersprach das Finanzamt, weil der Kläger bereits vorher am Beschäftigungsort gewohnt hatte. Das Finanzgericht Düsseldorf hat die Revision zugelassen.