Finanzartikel mit Schlagwort: ‘dienstwagen’

Ökologische Besteuerung von Dienstwagen

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Im Deutschen Bundestag wird derzeit die Besteuerung von privatgenutzten Dienst- und Firmenwagen anhand ökologischer Kriterien diskutiert. So soll der Anteil der steuerlich geltend zu machenden Abschreibungen von Firmenwagen mit steigendem Ausstoß von Kohlendioxid verringert werden. Die Besteuerung der Privatnutzung soll dagegen bei steigendem Kohlendioxidausstoß erhöht werden. Berufs- und Wirtschaftsverbände sehen dieser Neuregelung sehr skeptisch entgegen. So wird z. B. die Fahrt Wohnung-Arbeitsstätte mit der privaten Nutzung höher versteuert. Auch das oft unterstellte Dienstwagenprivileg sei nicht zutreffend, denn bei einem Arbeitnehmer ist die zur Verfügung gestellte Firmenwagennutzung ein Lohnbestandteil. Gefordert wird ein anderweitiger Ausgleich: Der Ansatz der sog. 1 %-Regelung ohne weitere Abschläge sollte überdacht werden.
 

Besteuerung Dienstwagen nur bei tatsächlicher Nutzung

Geschrieben von Redaktion am in Lohnabrechnung und Gehalt

Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs ist nicht immer ein Pauschalwert mit 0,03 % des Bruttolistenpreises für jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte anzusetzen. Der Zuschlag für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist nur erforderlich, soweit der Arbeitnehmer den Dienstwagen auch tatsächlich für diese Fahrten benutzt hat. Es besteht jedoch grundsätzlich ein Anscheinsbeweis dafür, dass der Dienstwagen neben der Privatnutzung auch für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte genutzt wurde. Der Anscheinsbeweis kann z. B. durch Fahrtenbücher oder Vorlage von Monats- oder Jahresfahrkarten der Bahn entkräftet werden. Grundsätzlich ist von einer Nutzung des Fahrzeugs für derartige Fahrten an mindestens 15 Tagen im Monat auszugehen. Nutzt der Arbeitnehmer den PKW an weniger Tagen, ist der Zuschlag zu verringern. So kann z. B. jede Fahrt mit 0,002 % des Listenpreises je Entfernungskilometer angesetzt werden. Die neuen Urteile müssten entsprechend der Gesetzesauslegung auch für Unternehmer bzw. Selbständige entsprechend anzuwenden sein.
 

Vertragswidrige Privatnutzung des Dienstwagens

Geschrieben von Redaktion am in Lohnabrechnung und Gehalt

Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 23.01.2008 liegt eine verdeckte Gewinnausschüttung vor, wenn ein Gesellschafter-Geschäftsführer den Dienstwagen für private Zwecke nutzt, obwohl er nach dem Anstellungsvertag dazu nicht berechtigt war. Im Urteilsfall konnte der betreffende Gesellschafter-Geschäftsführer nicht darlegen, dass er die Vertragsvereinbarung auch tatsächlich eingehalten hatte (z. B. durch Vorlage eines Fahrtenbuchs). Im vorliegenden Fall wurde letztlich nicht nur die 1 %-Methode zur Anwendung gebracht, sondern nach Fremdvergleichsgrundsätzen mit dem höheren gemeinen Wert zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlags der Vorteil bemessen.