Finanzartikel mit Schlagwort: ‘bilanz’

Verzicht auf Rechnungsabgrenzung

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Nach dem BFH-Beschluss vom 18.03.2010 darf auf die Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten verzichtet werden, wenn die abzugrenzenden Beträge nur von untergeordneter Bedeutung sind und eine unterlassene Abgrenzung das Jahresergebnis nur unwesentlich beeinflussen würde. Auch in den Fällen, in denen der Wert des einzelnen Abgrenzungspostens 410 EUR nicht übersteigt, kann auf eine Abgrenzung verzichtet werden, sofern es sich um geringwertige Wirtschaftsgüter handelt. Der BFH verweist auf den Grundsatz der Wesentlichkeit. Eine Reaktion der Finanzverwaltung dazu steht noch aus.
 

Bilanzregeln an IFRS Standard anpassen

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Das als Entwurf vom BMJ vorgelegte Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wird im Laufe des Jahres in Kraft treten und damit in Teilen erst ab 01.01.2010 wirksam werden. Ziel der Reform ist es, das deutsche Bilanzrecht dem IFRS (International Financial Reporting Standard) anzunähern. U.a. soll dies dadurch erreicht werden, dass Aufwandsrückstellungen im Wesentlichen abgeschafft werden. Weiterhin sollen Bilanzen die nach dem HGB erstellt werden, wesentlich aussagekräftiger sein und gerade für mittelständige Unternehmen durch Herabsetzung der Schwellenwerte vereinfacht erstellt werden können. Zulässig sollen aber weiterhin unterlassene Instandhaltungrückstellungen sein, die innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden. Es handelt sich bisher um die umfangreichste Reformierung des Deutschen Handelsrechts.
 

Ansparrücklage

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Ist der Investitionszeitraum im Zeitpunkt der Einreichung der Bilanz bereits abgelaufen, ist eine Investition nach dem Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 08.04.2008 nicht mehr durchführbar. Damit darf eine Ansparrücklage nicht mehr gebildet werden, wenn das Wirtschaftsgut noch nicht beschafft wurde. Eine voraussichtliche Investition muss für die Ansparrücklage zum Zeitpunkt der Bilanzeinreichung noch durchführbar sein. Hinweis: Auch für den neuen Investitionsabzugsbetrag ist diese Sichtweise entsprechend umzusetzen.
 

Aufzeichnungen bei Einnahmen-Überschussrechnungen

Geschrieben von Redaktion am in Bilanz - Finanzbuchhaltung

Auch die Einnahmenüberschussrechnung setzt voraus, dass die Betriebseinnahmen und -ausgaben durch Belege nachgewiesen werden. Einnahmen sind einzeln aufzuzeichnen, auch bei Bareinnahmen muss jeder einzelne Geschäftsvorfall festgehalten werden. Einzelhändler, die Registrierkassen verwenden und die täglichen Kassenendsummenbons nicht aufbewahren, riskieren eine Schätzung der Betriebseinnahmen (gilt für Bilanzierer und auch für Einnahmen-Überschussrechner) . Hinweis: Aus Gründen der Zumutbarkeit und Praktikabilität (Vielzahl von einzelnen Geschäften mit geringem Wert) besteht die Pflicht zur Einzelaufzeichnung jedoch nicht für Einzelhändler, die Waren an „unbekannte Kunden“ über den Ladentisch gegen Barzahlung verkaufen.