Finanzartikel mit Schlagwort: ‘Auswärtstätigkeit’

Befristung keine Auswärtstätigkeit

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Eine Befristung mit Aussicht auf Versetzung lässt in einem aktuellen Urteilsfall nicht auf Auswärtstätigkeit vorübergehender Art schließen. Ein Polizeiausbildungsinstitut, an das ein Polizeibeamter zeitlich befristet versetzt wird, ist nicht als Auswärtstätigkeit vorübergehender Art anzusehen. Dies stellt in der Regel seine regelmäßige Arbeitsstätte dar. Daran ändert auch die zwischenzeitlich vorgenommene Befristung mit der Aussicht auf Versetzung an eine Wunschdienststelle nichts. In der Regelung zur Verwendungsdauer und zum Personalwechsel hieß es unter anderem: „Verwendungsdauer in Aus- und Fortbildungsfunktionen grundsätzlich auf vier Jahre begrenzt.“ Eine Versetzung erfolgte „nach Ablauf des Verwendungszeitraums aus dienstlichen Gründen zu der Wunschbehörde, soweit dem ander weitige dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Die Fahrtkosten des Klägers von seiner Wohnung nach Hause können lediglich als Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nach den Grundsätzen der Entfernungspauschale berücksichtig werden.
 

Telefonkosten bei Auswärtstätigkeit

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Der BFH hat mit Urteil vom 05.07.2012 entschieden, dass Kosten für Telefongespräche als Werbungskosten abzugsfähig sein können. Ist der Steuerpflichtige mindestens eine Woche auswärts tätig, können derartige Aufwendungen als Werbungskosten angesetzt werden. Nach einer mindestens einwöchigen Auswärtstätigkeit lassen sich die notwendigen privaten Dinge aus der Ferne nur durch über den normalen Lebensbedarf hinausgehende Mehrkosten regeln. Derartige Aufwendungen übersteigen damit die steuerlich unbeachtlichen Kosten der privaten Lebensführung. Im Urteilsfall führte ein Marinesoldat während eines längeren Auslandeinsatzes an den Wochenenden Telefongespräche mit seiner Lebensgefährtin und Angehörigen für insgesamt 252 EUR. Die in der Einkommensteuererklärung angesetzten Werbungskoste n wurden vom Finanzgericht bestätigt; die Revision des Finanzamtes hatte keinen Erfolg.
 

Auswärtstätigkeit bei Leiharbeit

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Nach dem Urteil des BFH wird die betriebliche Einrichtung eines Kunden keine regelmäßige Arbeitsstätte, selbst wenn der Arbeitnehmer längerfristig tätig wird. Damit können die tatsächlichen Fahrtkosten geltend gemacht werden. Die Finanzverwaltung akzeptiert diese Rechtsprechung auch bei Arbeitnehmern bei einer Zeitarbeitsfirma, die ohne Befristung beim Entleiher tätig sind. Der Reisekostenansatz gilt jedoch nicht, wenn der Arbeitnehmer von der Zeitarbeitsfirma für die gesamte Dauer seines Arbeitsverhältnisses zum Verleiher dem Entleiher überlassen wird oder mit dem Ziel der späteren Anstellung beim Entleiher eingestellt wird.