Finanzartikel mit Schlagwort: ‘Ausbildung’

Kosten für die Ausbildung

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Das Finanzgericht Münster hat einen Fall zugunsten des Klägers entschieden und so die Kosten der Ausbildung als abziehbare Werbungskosten zugelassen. Wegen grundsätzlicher Bedeutung wurde Revision beim BFH zugelassen. Im Urteilsfall wurde eine zwei-Jahre-lange Ausbildung zum Berufspiloten absolviert, bei der der Kläger währenddessen kein Gehalt oder andere Einkünfte bezogen hatte. Die Ausbildungskosten in Höhe von 40.000,00 EUR wurden als vorweggenommene Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht. Das Finanzamt verwies auf die seit 2004 geltende Rechtslage, wonach die Ausbildungskosten in einem nicht ausgeübten Beruf als Sonderausgaben anzusetzen sind. Die Begründung des positiv eingestellten Finanzgerichtes: Es hat ein Schulungsvertrag vorgelegen, der mit einem Dienstverhältnis zu vergleichen ist. Auch wenn keine Einkünfte bezogen wurden, ist deshalb die Ausbildung in einem Dienstverhältnis gegeben, die den Abzug als Werbungskosten begründen kann.
 

Werbungskosten für Ausbildung

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Der BFH hat bei Aufwendungen für die einer Flugbegleiterausbildung nachfolgende Flugzeugführerausbildung entschieden, dass der Ansatz als Werbungskosten gegeben ist. Weder die erstmalige Berufsausbildung noch der Werbungskostenabzug setzen ein Berufsausbildungsverhältnis nach dem Berufsausbildungsgesetz oder eine bestimmte Ausbildungsdauer voraus. Das Finanzamt hatte nur Sonderausgaben mit dem zulässigen Höchstbetrag in der Steuererklärung berücksichtigt. Das Argument der erstmaligen Berufsausbildung konnte angesichts der schon absolvierten Ausbildung zur Flugbegleiterin entkräftet werden. Maßgeblich ist nach Aussage des BFH, ob die Ausbildung den Steuerpflichtigen befähigt, aus der angestrebten Tätigkeit Auskünfte zu erzielen. Es ist dabei keine bestimmte Ausbildungsdauer erforderlich. Eine Berufsausbildung im Sinne des Steuerrechts liegt nicht nur vor, wenn der Steuerpflichtige bestimmte vorgegebene Berufsbildungsmaßnahmen durchläuft. Die Ausbildungszeit war im Urteilsfall sechs Monate.
 

Zeit-Soldat als Ausbildung

Geschrieben von Redaktion am in Finanznews und Steuerinfos

Nach Feststellung des BFH befindet sich ein Soldat auf Zeit, der für seine spätere Verwendung im Mannschaftsdienstgrad unterwiesen wird, in einer Berufsausbildung. Dabei muss der Ausbildungscharakter im Vordergrund seiner Ausbildung stehen. Im Urteilsfall hat der Soldat auf Zeit tatsächlich eine Ausbildung erhalten. Der Kläger war als Kraftfahrer bei Einstellung für vier Jahre vorgesehen. Für eine solche Verwendung sind eine abgeschlossene allgemeine Grundausbildung sowie eine sich daran anschließende Kraftfahrausbildung bei der Bundeswehr mit erfolgreich bestandener Fahrerlaubnisprüfung für Kraftfahrklasse CE erforderlich. Die allgemeine Grundausbildung und die Dienstpostenausbildung sind zwei Abschnitte einer einheitlichen Berufsausbildung, da sie von Anfang an vorgesehen waren. Im Entwurf des Jahressteuergesetzes 2013 ist für den derzeitig geltenden Freiwilligenwehrdienst vorgesehen, dass die ersten sechs Monate als Grundausbildung gelten sollen.