Finanzartikel mit Schlagwort: ‘arbeitszimmer’

Arbeitszimmer eines Selbständigen

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Grds. besteht ein Abzugsverbot für ein häusliches Arbeitszimmer, außer es steht für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung. Der BFH hat mit Urteil vom 22.02.2017 (Az. III R 9/16) entschieden, dass bei einem Selbständigen nicht jeder Schreibtischarbeitsplatz in seinen Betriebsräumen zwangsläufig einen solchen zumutbaren anderen Arbeitsplatz darstellt. Im Urteilsfall ging es um einen Logopäden, der in zwei Praxen in angemieteten Räumen tätig war, die weit überwiegend von seinen Angestellten genutzt wurden. Für Verwaltungsarbeiten nutzte er ein häusliches Arbeitszimmer. Das FG kam zu der Auffassung, dass die Aufwendungen hierfür bis zum Höchstbetrag von 1.250 Euro begrenzt abzugsfähig sind. Dieser Auffassung ist der BFH gefolgt, denn auch ein selbständig Tätiger kann auf die Nutzung eines (zusätzlichen) häuslichen Arbeitszimmers angewiesen sein.
 

Arbeitszimmer

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Wieder hatte der BFH hinsichtlich der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer zu entscheiden (Urteil vom 17.02.2016, X R 32/11). Demnach können Aufwendungen für einen in die häusliche Sphäre eingebundenen Raum, der nicht unerheblich auch privat genutzt wird (sog. Arbeitsecke), nicht als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten berücksichtigt werden. Dahingehend hat sich der BFH wieder dem Beschluss des Großen Senats vom 27.07.2015 angeschlossen. Im Streitfall wurde der Raum durch ein Regal abgetrennt, welches nach Ansicht des BFH nicht genügt, um aus dem Raum zwei Räume zu machen. Auch ging es in dem Verfahren um die Privatnutzung eines VW-Transporters
 

Mehrere Arbeitszimmer

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Zum Abzug von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, welches von beiden Ehegatten für ihre jeweilige berufliche bzw. betriebliche Tätigkeit genutzt wird, hat das Finanzgericht Münster mit Urteil vom 15.03.2016 entschieden (Az.: 11 K 2425/13 E,G). Dabei hat es eine Halbierung des gesetzlich festgelegten Höchstbetrages von 1.250 Euro vorgenommen. U. a. begründete das FG so, dass die Aufwendungen grds. nur bis zum Höchstbetrag von 1.250 Euro abzugsfähig sind, aber eine Halbierung vorgenommen werden muss, da sich der Kläger das Arbeitszimmer mit seiner Ehefrau teilt. Weiterhin sei die Abzugsbeschränkung objekt- und nicht personenbezogen. Revision wurde im Hinblick auf die Revisionsverfahren VIII R 15/15 und VI R 86/13 zugelassen.
 

Arbeitsecke – Abziehbarkeit

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Nach aktueller Rechtsprechung ist eine nahezu ausschließlich berufliche Nutzung Voraussetzung dafür, dass Aufwendungen für ein Arbeitszimmer abgezogen werden können. Offen blieb, ob Kosten anteilig zum Abzug gebracht werden können, wenn der Raum nur teilweise beruflich genutzt wird (Arbeitsecke im Wohnzimmer). Der Große Senat des BFH lässt mit seiner Entscheidung den anteiligen Abzug der Aufwendungen nicht zu. Argumentiert wird so, dass die Kosten für ein Arbeitszimmer nur steuerlich geltend gemacht werden können, wenn es der ausschließlichen beruflichen/betrieblichen Nutzung dient. Weiterhin muss eine klare Abgrenzung vom Bereich der privaten Lebensführung möglich sein.