Finanzartikel mit Schlagwort: ‘anlage eür’

Pflicht zur Abgabe der Anlage EÜR

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 16.11.2011 entschieden, dass die Verpflichtung besteht, zur Einkommensteuererklärung seit 2005 eine Gewinnermittlung auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck beizufügen. Dies betrifft Unternehmer, die ihren Gewinn mittels Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln. Die Anlage EÜR sieht eine standardisierte Aufschlüsselung der Betriebseinnahmen- und ausgaben vor, die für die Finanzverwaltung bessere Kontroll- und Vergleichsmöglichkeiten bringt. Die Klage eines Unternehmers mit der Begründung, dass die Verpflichtung nicht gesetzlich geregelt sei, sondern sich nur aus der Einkommensteuerdurchführungsverordnung ergibt, führte so nicht zum Erfolg.
 

Elsterverfahren nun auch mit Anlage EÜR

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Nach Angaben der OFD Koblenz ist seit dem 26.04.2010 die amtliche Software zur Erstellung einer elektronischen Steuererklärung (ElsterFormular) komplett. Mit der neuen Version kann nun auch die Einnahmeüberschussrechnung mit der sogenannten Anlage EÜR elektronisch eingereicht werden. Anfang Mai wird die neue Version auf CD auch in den Finanzämtern erhältlich sein. Der Erklärungsvordruck EÜR findet allerdings nur Anwendung, wenn die Betriebseinnahmen für ein Unternehmen oberhalb der Grenze von 17.500 EUR liegen und der Gewerbetreibende oder Freiberufler den Gewinn nicht durch Bilanzierung ermittelt.
 

Anlage EÜR nicht verpflichtend?

Geschrieben von Redaktion am in Steuern und Finanzen

Nach dem Urteil des Finanzgerichts Münster vom 17.12.2008 ist es für einen Unternehmer nicht verpflichtend, den amtlich vorgeschriebenen Vordruck „Anlage EÜR“ zu verwenden. Hier fehle es an einer Rechtsgrundlage. Die Verpflichtung zur Ermittlung des Gewinns kann nach Meinung des Gerichts nicht auf eine bloße Rechtsverordnung der Bundesregierung gestützt werden, sondern hätte durch den Gesetzgeber selbst entschieden werden müssen. Die vom Finanzgericht zugelassene Revision ist beim BFH unter dem Az.: X R 18/09 anhängig.